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Schkeuditz Stork-Bau gerät unter Zeitdruck
Region Schkeuditz Stork-Bau gerät unter Zeitdruck
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06:00 03.09.2010
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„Ansonsten besteht die Gefahr, dass Fördergelder wegfallen“, begründet er den jetzigen Zeitdruck.

In der kommenden Woche werde sich ein Konsortium zusammenfinden, sagt Bölke. Resultat des Treffens und einer mehrtägigen Überarbeitung verschiedener Aufgabenlisten soll eine konkrete Aussage zum Baustart sein. Von anfänglich 1,8 Millionen sei die Investition auf 2,6 Millionen angestiegen, erwähnt der Geschäftsführer. „Dieses Geld wird von den Banken nicht unbegrenzt bereitgehalten“, unterstreicht Bölke. Auch die Fördermittel, die von der Europäischen Union kämen, stünden nicht ewig bereit und könnten gestrichen werden, sollte nicht in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden.

Derweil liege ein Widerspruch der Umweltfirma gegen Auflagen der erteilten Baugenehmigung durch das Landratsamt (LRA) Nordsachsen in der Umweltbehörde. „Der Widerspruch wird derzeit bearbeitet“, bestätigt Rayk Bergner, Pressesprecher des LRA. In dem 74-seitigen Auflagenpapier sind etwa Grenzwerte zu Lärm bestimmter Brecher-Anlagen oder Betriebszeiten vorgegeben. So dürfe die Brecheranlage etwa maximal zehn Stunden in Betrieb sein. Mehr als 30 Punkten der Auflagen habe Stork widersprochen, bestätigt Bölke. „Diese Vorgaben sind arbeitsorganisatorischer Art“, ergänzt er. Zum Teil seien die Maßgaben wettbewerbsverzerrend und bewegten sich außerhalb gesetzlicher Grundlagen. Der Baustart sei durch die Auflagen aber nicht gefährdet, so Bölke.

„Für einige Punkte, denen widersprochen wurde, müssen Fach-Expertisen erstellt werden“, erläutert Bergner vom LRA. Wann die Prüfung des Widerspruchs abgeschlossen sein soll, könne er deshalb nicht sagen. Der Stork-Geschäftsführer hingegen glaubt, dass bereits 70 bis 75 Prozent des Widerspruchs geprüft seien. Er gehe fest davon aus, dass noch im September das Prüfverfahren abgeschlossen sein soll.

Erteilt wurde die Baugenehmigung im Mai. Sowohl die Stadt Schkeuditz als auch die Firma Stork gingen zunächst in den Widerspruch. Nach reiflicher Überlegung zog Schkeuditz seinen Widerspruch im Juni zurück. „Es gab keine handfesten Begründungen, um den Widerspruch aufrechterhalten zu können“, erklärte Ortsvorsteherin Birgit Gründling damals. Roland Heinrich

Roland Heinrich

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