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Straßenbahnen sollen weiter rollen

Straßenbahnen sollen weiter rollen

Auch künftig sollen Straßenbahnen bis nach Taucha und Schkeuditz fahren. Wie die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) zu Wochenbeginn mitteilten, „ist auch in Zukunft ein kundenorientierter Nahverkehr im gesamten Großraum Leipzig sichergestellt“.

Schkeuditz/Taucha. Auch im Landratsamt Nordsachsen stehen die Signale für den Straßenbahnverkehr auf grün.

Steffen Tippach bestätigte auf LVZ-Nachfrage, dass auch künftig Bus- und Straßenbahnlinien über die Stadtgrenzen Leipzigs hinaus in die benachbarten Landkreise rollen. Denn: „Dass die Linien dort weiter betrieben werden, dafür sind jetzt die Voraussetzungen geschaffen, wenn es alle Beteiligten wollen“, so der Leiter des LVB-Geschäftsbereiches Strategie und Beteiligungsmanagement.

Mit „Voraussetzungen“ bezeichnet der 41-Jährige das Konzept zur Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs in der Stadt Leipzig und die Betrauung der LVB. Das Papier liegt jetzt den Leipziger Stadträten zur Entscheidung vor und beinhaltet, die LVB bis Ende 2028 mit dem Bus- und Straßenbahnverkehr in Leipzig zu beauftragen (die LVZ berichtete). Doch damit ist noch nicht automatisch sichergestellt, dass die Straßenbahnen zum Beispiel weiter nach Taucha und Schkeuditz rollen. Mit der Einschränkung „wenn alle Beteiligten es wollen“ zielt Tippach auf die Landkreise, die ihren finanziellen Teil dazu beitragen müssen.

Für Taucha und Schkeuditz ist dies der Landkreis Nordsachsen. Der Landkreis Delitzsch als Vorgänger des jetzigen Großkreises hatte sich immer zur Mitfinanzierung des Straßenbahnverkehrs in Schkeuditz und Taucha bekannt. Ebenso bekräftigte der alte und neue Landrat Michael Czupalla (CDU) auch nach der Kreisfusion bei verschiedenen Gelegenheiten, dass der Landkreis die dafür notwendigen Mittel bereitstellt. Im Zuge zurückliegender Haushaltsdebatten hatte es nämlich auch Stimmen gegeben, die bei den Straßenbahnlinien Einsparpotenzial sahen. Besonders aus den strukturschwächeren Gebieten des Kreises wurde fragend gemurrt, weshalb man die Straßenbahnen in Taucha und Schkeuditz mitbezahlen müsse.

Eine solche Diskussion könne aufgrund des ungünstigen territorialen Zuschnitts des Landkreises Nordsachsen jederzeit wieder aufbrechen, warnen vereinzelte Stimmen in den beiden Städten. Denn die Probleme und Interessen des größtenteils ländlich geprägten Landkreises würden sich teilweise enorm von denen der am westlichen Rand liegenden Städte Schkeuditz und Taucha unterscheiden. Beide Kommunen seien infrastrukturell sehr mit Leipzig verwoben und stünden aufgrund nicht zuletzt der territorialen Nähe in zahlreichen Wechselbeziehungen zur Großstadt und damit vor ganz anderen Herausforderungen als etwa die Region um Torgau oder Oschatz.

Doch Angelika Stoye, Leiterin des Ordnungsdezernates im Landratsamt Nordsachsen kann beruhigen: „Bei den Busverbindungen sind die Verträge mit den LVB bereits unter Dach und Fach und liegen unterschriftsreif vor. Sie gelten bis 2013. Die Städte waren beteiligt, für Taucha wird es einige Optimierungen geben. In die Vergabeverhandlungen bezüglich der Straßenbahn für 2010 steigen wir am 19. Oktober ein.“ Stoye versicherte bereits, dass der Landkreis zu dem vom Kreistag beschlossenen Nahverkehrsplan steht. Und der beinhalte eben auch die Straßenbahnverbindungen nach Taucha und Schkeuditz. „Wir beabsichtigen, im nächsten Jahr ohne Kürzungen diese Linien erneut mitzufinanzieren“, so Stoye. Konkrete Zahlen wollte sie aus Gründen des Wettbewerbs nicht nennen. Der Landkreis gebe aber zur Mitfinanzierung der Straßenbahn für beide Städte mehrere hunderttausend Euro im Jahr aus.

Olaf Barth

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