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Südumfahrung auf der Zielgeraden

Südumfahrung auf der Zielgeraden

Die Bauarbeiten für die Südumfahrung am Schladitzer See sind weit gediehen. Wie der Schkeuditzer Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler) jetzt informierte, werde es für die letzten Maßnahmen nächste Woche eine sogenannte Anlaufberatung geben.

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Noch ist hier am Radefelder Kreisverkehr die Einfahrt auf die Südumfahrung gesperrt. Doch voraussichtlich ab Anfang August soll die neue Trasse bis zur Schladitzer Bucht frei gegeben werden.

Quelle: Olaf Barth

Schkeuditz. Derzeit sei geplant, in der vorletzten Juli-Woche mit dem Aufbringen der Straßenmarkierungen zu beginnen. In den letzten Wochen hatten die Bauarbeiter die Randstreifen der Trasse hergestellt und so alle Vorbereitungsarbeiten für die Straßenmarkierung geleistet.

"Da der Bau ziemlich weit fortgeschritten ist, rechnen wir damit, dass, wenn alles klappt, Anfang August diese Straße vom Kreisverkehr in Radefeld bis zur Schladitzer Bucht in Betrieb genommen werden kann", sagte Dornbusch gegenüber der LVZ. Lediglich der Anschluss an die Kreisstraße östlich des Sees (alte B 184) fehle dann noch. Dort werde aber ab September ein Kreisverkehr gebaut. Nach derzeitigen Planungen könnte Ende Oktober dann die komplette, rund vier Kilometer lange Trasse frei gegeben werden. Die Planungshoheit für das rund vier Millionen Euro teure Gemeinschaftsprojekt von Landkreis Nordsachsen, Rackwitz und Schkeuditz liegt bei der Flughafenstadt. Denn auf deren Gebiet befindet sich der größte Abschnitt dieser neuen Straße. Entsprechend verteilen sich auch die Kostenanteile bei den Eigenmitteln. "Das ist die größte Straßenbaumaßnahme der letzten Jahre und eine wichtige infrastrukturelle Ergänzung in diesem Bereich", bekräftigte Dornbusch die Bedeutung der nicht immer ganz unumstrittenen Südumfahrung.

Zusätzlich zu den bisherigen Planungen und Kosten wird dann noch der Abzweig von der Südumfahrung zum Haynaer Strand angelegt. Da dafür die Planungen gerade erst anlaufen, könnten laut Dornbusch auch noch keine konkreten Kostenschätzungen bekanntgegeben werden. Er gehe aber davon aus, dass die Investitionssumme noch einmal bei zirka 1,9 Millionen Euro liegen könnte. Förderanträge an die Landesdirektion würden gerade vorbereitet.

Bei diesem Projekt sind zudem maßgeblich auch das Oberbergamt sowie die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) mit im Boot. Denn die Erschließung dieses Bereiches fällt laut Dornbusch unter die sogenannten Paragraf-Vier-Maßnahmen zur Renaturierung eines ehemaligen Tagebaubereiches. "Unser Ziel ist es, eine nutzungsfähige Infrastruktur am Haynaer Strand herzustellen. Dazu gehören Stromversorgung sowie Wasser- und Abwasseranschlüsse genauso wie Wege und ein Parkplatz", zählte Dornbusch auf. Auch die LMBV passe gerade ihr Planungen an die Vorhaben im Bereich des Haynaer Strandes noch einmal an. Die geplanten Maßnahmen am Haynaer Strand werden entsprechend einer Richtlinie der Gemeinschaftsaufgabe zur infrastrukturellen Wirtschaftsförderung sowie unter dem Dach des 5. Bund-Länder-Verwaltungsabkommen über die Finanzierung der Braunkohlesanierung durchgeführt.

Demnach ist zu erwarten, dass die Stadt Schkeuditz die knapp zwei Millionen Euro für die Erschließung des Haynaer Bereiches am Schladitzer See nicht allein aus dem städtischen Haushalt stemmen muss. "Wenn die Vorhaben alle umgesetzt sind, können wir auf das Geschaffene am See wirklich stolz sein. Mit dem Wassersport an der Schladitzer Bucht und dem Kulturprogramm am Haynaer Strand dürften dann für viele Menschen im Sinne von Naherholung und Tourismus reichlich interessante Angebote unter dann vernünftigen Rahmenbedingungen vorliegen", so Dornbusch.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.07.2015
Olaf Barth

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