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Schkeuditz Tanzsaal in Schkeuditz soll noch neue Stuckdecke bekommen
Region Schkeuditz Tanzsaal in Schkeuditz soll noch neue Stuckdecke bekommen
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00:19 13.07.2017
Auf einer Postkarte aus den 1890er Jahren ist unter anderem auch ein großer Kronleuchter zu erkennen. Quelle: Repro: Roland Heinrich
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Schkeuditz

Auch wenn die Neueröffnung des wieder hergestellten Tanzsaales im „Gasthof zur Landesgrenze“ in Schkeuditz-Modelwitz inzwischen ein gutes Jahr her ist, plant Wolfgang Ronniger noch einige bauliche Einsätze. Der Gasthofbesitzer, der sich den renovierten Tanzsaal nach dessen etwa 50 Jahre dauerndem Dornröschenschlaf quasi selbst zum Geschenk machte (die LVZ berichtete), will noch etwas mehr an das optische Erscheinungsbild des Saales in damaliger Zeit herankommen. „Ich habe vor, an die Decke wieder Stuck anbringen zu lassen“, sagte der 61-Jährige. Auch soll eine Tür, die sich oberhalb der Saal-Bar befindet und dort keinerlei Funktion mehr hat, verschwinden. Auf einer Postkarte, die Ronniger im Internet ersteigert hatte, ist auf einem Saalbild auch ein großer Kronleuchter zu sehen. „Solch ein Leuchter ist für den Saal angemessen“, meinte der Gasthof-Besitzer und verwies auf die momentan doch recht verloren wirkende Beleuchtung. Ronniger habe durchaus schon ein Leuchter-Exemplar im Auge, wolle mit dem Austausch aber nichts überstürzen und halte die baulichen Veränderungen erst einmal für wichtiger. Die bei den Schkeuditzern bekannte Linie durch den Saal, die es dereinst auf dem Parkett zu sehen gab und die die Grenze zwischen Preußen und Sachsen darstellen sollte, wird es wohl nicht wieder geben.

Unterdessen erfreut sich der wiedereröffnete Saal großer Beliebtheit, berichtete Ronniger. Hauptsächlich für private Veranstaltungen, wie Hochzeiten oder Geburtstage, werde der gebucht. „Wir haben schon Termine für 2019 im Kalender stehen“, freute sich der Gashof-Besitzer. Aber auch Tanzveranstaltungen bei Live-Musik hat der renovierte Saal bereits erlebt. Nicht ohne Stolz erwähnt Ronniger eine erst kürzlich gebuchte Veranstaltung, die passender nicht hätte sein können: „Die Tanzschule Jörgens hatte unlängst den Tanzsaal für das eigene Sommerfest gemietet“, erzählte Ronniger. Wegen Umbauarbeiten am eigenen Domizil hätten Ina und Fred Jörgens eine Ausweichlokalität gesucht und im Gasthof auch gefunden. „Es war eine klasse Veranstaltung, und ich habe nur positive Rückmeldung von einigen der rund 120 Gäste bekommen“, freute sich Ronniger.

Die Schkeuditzer sind nun Ende des Monats zum Sommerfest des Gasthofes an die einstige Landesgrenze zwischen Sachsen und Preußen geladen. Wie schon im letzten Jahr wird dabei wohl hauptsächlich der Biergarten im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen. Am 23. Juli nämlich gibt es dort zwischen 10 und 12 Uhr wieder Blasmusik von Joachim Gall und seinem Altranstädter Heimatecho zu hören geben. Im Anschluss wartet ein Sommerbuffet auf die Gäste. Karten für das Sommerfest im Gasthof zur Landesgrenze gibt es für fünf Euro im Vorverkauf oder an der Tageskasse. Nur bei schlechtem Wetter werde man in den Tanzsaal ausweichen. Einen Blick dorthinein können Besucher allerdings sicher auch bei schönem Wetter riskieren.

Von Roland Heinrich

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