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Schkeuditz Taucha, Schkeuditz wollen Treffen der Tuning-Szene verhindern
Region Schkeuditz Taucha, Schkeuditz wollen Treffen der Tuning-Szene verhindern
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17:24 29.03.2018
Entlang der Otto-Schmidt-Straße im Tauchaer Gewerbegebiet „An der Autobahn“ stehen schon seit Tagen die Haltverbotsschilder, um so dem hier an den Straßenrändern beabsichtigtem Treffen der Tuner-Szene entgegenzuwirken. Auch im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig wurden Maßnahmen ergriffen. Quelle: Olaf Barth
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Schkeuditz/Taucha

In Schkeuditz zielen die Festlegungen auf das Gewerbegebiet in Dölzig. Dort hatten sich die Tuner vor ziemlich genau einem Jahr versammelt, nachdem sie vom eigentlichen Treff in Taucha abziehen mussten. „Wir haben in enger Abstimmung mit Taucha und mit der Polizei wieder eine gleichlautende Allgemeinverfügung entsprechend des Vorjahres erlassen.

Vor etwa drei Wochen hatte es zur Thematik ein Treffen der Beteiligten gegeben“, erwähnte Schkeuditz’ Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU) am Mittwoch. Nun sei für den genannten Zeitraum in sozialen Netzwerken wieder zu einem „Tuningtreffen“ eingeladen worden, ohne verantwortliche Personen zu nennen. „Wie bei jeder anderen Veranstaltung im öffentlichen Raum auch gehört es sich, diese auch anzumelden. Und wir würden dann abwägen, ob und wo eine solche Veranstaltung stattfinden kann“, meinte Bergner.

Polizei hat Taucha vorgewarnt

Die Allgemeinverfügung in Taucha ist wie auch die in Schkeuditz mit „Notbekanntmachung“ überschrieben und umfasst in der Parthestadt das Gewerbegebiet „An der Autobahn“ mit der Otto-Schmidt-Straße, Gießereistraße und Straße des 17. Juni. Dort stehen schon seit Wochen die entsprechenden Haltverbotsschilder. Denn bereits seit Februar, sagte am Mittwoch Tauchas Bürgermeister Tobias Meier (FDP), hätten sich in sozialen Medien die Anzeichen verdichtet, dass es wieder wie in den vergangenen Jahren zu einem nicht angemeldeten Treffen der Tuning-Szene in Taucha kommen soll. Auch die Polizei habe die Kommune vorgewarnt.

Die Polizeidirektion Leipzig selbst werde geeignete Maßnahmen ergreifen, teilte sie auf LVZ-Anfrage mit. Das war auch schon im Vorjahr passiert, was dazu führte, dass die Szene kurzerhand über die Autobahn nach Dölzig in das dortige Gewerbegebiet fuhr, weshalb nun auch für diesen Standort eine Allgemeinverfügung erlassen wurde. Dabei geht es nicht mehr um 20 oder 39 Autofans, sondern um weit über 100, manche Beobachter sprachen zuletzt von mehreren Hundert Autotunern, die anonym im Netz ihre Absicht erklären, an den Treffen teilnehmen zu wollen.

Offizielle Treffen nach Anmeldung möglich

Nach den einschlägigen negativen Erfahrungen mit dem Treffen gerade im Vorjahr, bei dem es laut Allgemeinverfügung zu „erheblichen Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“ gekommen war, wolle man ein weiteres Treffen von vornherein verhindern. „Das heißt nicht, dass wir gegen die Tuning-Szene sind oder jemandem das Hobby vermiesen wollen. Aber wir erwarten ein Mindestmaß an Organisation und einen Verantwortlichen, der den Hut auf hat“, so Meier.

So hätten voriges Jahr ganz legal zwei angemeldete Treffen von Freunden gestylter Karossen in Taucha stattgefunden. Auch für dieses Jahr seien bereits wieder zwei Treffen der Tuner angemeldet worden. Am Mittwochnachmittag hatten Meier, Ordnungsfachbereichsleiter Jens Rühling und ein Vertreter der Polizei in einem Gespräch bei Möbel Kraft die Gewerbetreibenden über die Situation informiert. Der Wortlaut der Allgemeinverfügung ist auf der jeweiligen Homepage der beiden Städte nachzulesen.

Von Roland Heinrich

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