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Schkeuditz Technikerretten verletztenTurmfalken
Region Schkeuditz Technikerretten verletztenTurmfalken
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14:17 19.05.2015
Evgeny Kulagin lässt den wieder genesenen Turmfalken am Hangar nahe der Nordbahn frei. Quelle: Olaf Barth

Dazu teilen sie sich den Hangar mit der Ruslan-Salis GmbH, die dort ihre Antonows wartet. Doch jetzt kümmerten sich die Volga-Dnepr-Techniker auch um einen kleinen Vogel, einen Turmfalken. Dieser hatte sich in die 30 Meter hohe und 8500 Quadratmeter große Wartungshalle verirrt und war offenbar gegen ein Hindernis geprallt. Werkstättenleiter Evgeny Kulagin fand das verletzte und flugunfähige, aber noch lebende Tier. Er informierte gleich Hangar-Manager Thomas Schätzel. "Ich habe sofort eine mir bekannte Tierärztin angerufen, die uns dann an die Leipziger Uni-Tierklinik für Vögel und Reptilien verwies. Dort habe ich den Falken hingebracht", erzählte Schätzel. Tierarzt Torsten Moerke habe sich des Vogels angenommen, ein lädiertes Auge, einen blutigen Schnabel und Verdacht auf Gehirnerschütterung festgestellt. "Einige Tage blieb der Vogel in der Klinik, doch der Arzt empfahl, ihn wieder in seinem Revier am Flughafen frei zu lassen, weil auf das männliche Tier zu dieser Jahreszeit mit großer Wahrscheinlichkeit eine brütende Partnerin schon wartet", sagte der Manager.

So holte er dann den genesenen Turmfalken in einer Kiste wieder ab. Vor dem Hangar gleich neben dem Tower blieb es dann Kulagin vorbehalten, das Tier in die Lüfte zu entlassen. Vorsichtig öffnete der 33-Jährige den Karton und wich angesichts des kräftigen Flügelschlages, mit dem sich der Falke durch den noch nicht ganz geöffneten Karton seine Bahn brach, leicht zurück. Nochmal kurz auf dem Kistenrand gesammelt, dann zog der kleine Greifvogel in einer eleganten Kurve auch schon Richtung Hangar los, wo er von einem zweiten Vogel gleich in Empfang genommen wurde. "So, und nun muss er seiner Liebsten mal erklären, wo er die ganze Zeit gewesen ist", sagte schmunzelnd Artur Hartmann. Der 63-jährige verantwortliche Produktionsleiter freute sich wie seine Mitstreiter über die gelungene Rettungsaktion: "Wir reparieren eben große und kleine Vögel." Olaf Barth

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.05.2014
Olaf Barth

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