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Schkeuditz Thomas Druskat legt Mandat nieder
Region Schkeuditz Thomas Druskat legt Mandat nieder
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06:00 30.01.2010
Zu den Einsatzorten der Dölziger Feuerwehr zählte im vergangenen Jahr auch die Diskothek Sax im Gewerbegebiet Dölzig. Quelle: Michael Strohmeyer
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Dölzig

Außerdem zog Ortswehrschef Lutz Bransdor eine Einsatz-Bilanz 2009.

Es war der Tagesordnungspunkt sechs. „Beschluss zur Beendigung eines Ortschaftsratsmandates“ stand da schmucklos. Doch so leicht fiel den Dölziger Räten auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend die Abstimmung nicht. Denn es ging um das Ausscheiden von Tomas Druskat. Seit 21 Jahren mischt der Agrar-Ingenieur im Gemeinde- und Ortschaftsrat mit, war selbst über elf Jahre Ortsvorsteher. „Seht es einfach als meine Bitte an, dann fällt es euch auch leichter, den Arm zu heben“, appellierte Druskat. Doch zuvor dankte Frank Sachsenröder Druskat für die jahrelange Zusammenarbeit. „Es ist eine Träne im Auge“, umschrieb der stellvertretende Ortsvorsteher sein Bedauern über Druskats Schritt. Auch Heiko Lichtenberger wollte den Beschluss nicht ohne vorheriges Statement fassen: „Du kannst auf viele Erfolge zurückblicken und gehst immer mit offenen Augen durch den Ort. Es ist ein großer Verlust, dass du aufhörst.“ Danach ging der Beschluss ohne Gegenstimme durch. Ortsvorsteher Lothar Böttcher (wie alle anderen der Freien Wählergemeinschaft Dölzig angehörend) überreichte Druskat Blumen und dankte gleichfalls für dessen jahrelanges Engagement. „Ich bin ja nicht aus der Welt und werde mich weiter für die Belange des Ortes einsetzen, und wenn es zeitlich klappt, als Zuschauer auch an Sitzungen teilnehmen“, so Druskat. Doch regelmäßige Mitarbeit sei aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen nicht mehr möglich. Näher wollte Druskat das nicht ausführen. Das Mandat für den Schkeuditzer Stadtrat übt er weiter aus. Rückblickend auf seine kommunalpolitische Arbeit in Dölzig sagte Druskat gestern der LVZ: „Ich persönlich habe allein gar nichts geschafft und keine Verdienste. Was erreicht wurde, wie den Erhalt der Grundschule, den Krippenanbau oder die Organisation der Feste, das wurde nur gemeinsam in der Gemeinschaft mit anderen engagierten Ortschaftsräten geschafft.“ Den Ortschaftsrat sieht er gerade mit jungen Leuten wie Heiko Lichtenberger oder Nicky Böttcher auch für die Zukunft gut aufgestellt: „Die reden nicht nur, sondern sind sehr aktiv, stellen auch selbstständig viel auf die Beine.“ Er selbst wolle nun etwas kürzer treten, um etwas mehr für die Gesundheit tun. „Schwimmen, Sauna, walken“, gehöre nun zum Wochenprogramm.Zu den weiteren Themen der Sitzung gehörte auch der Bericht 2009 der Freiwilligen Feuerwehr Dölzig. Ortswehrleiter Lutz Bransdor trug eine kleine Statistik vor. So rückten die Kameraden im Vorjahr zu 25 Einsätzen aus. „Das klingt wenig, aber man darf nicht vergessen, dass die Kameraden auch Dienste, Ausbildungen und andere Aufgaben haben und so über 60-mal für die Feuerwehr unterwegs waren.“ Elf Rettungseinsätze betrafen Verkehrsunfälle, davon einige mit eingeklemmten Personen. Vor allem auf die A9 wurde die Dölziger Wehr gerufen. Sechsmal gab es Feueralarm. Aber auch einige Fehlalarme stehen wieder zu Buche. „Sie betrafen alle den Großmarkt wegen defekter Brandmelder. Ab dem zweiten Einsatz haben wir unser Kommen in Rechnung gestellt. Inzwischen wurde dort eine neue Brandmeldeanlage eingebaut“, so Bransdor.80 Prozent der Einsätze erfolgten nachts oder an Sonn- und Feiertagen. So auch bei dem Buttersäure-Anschlag in der Diskothek Sax im Gewerbegebiet Dölzig Februar 2009. „Dort mussten wir gegen 2 Uhr 1000 Leute evakuieren. Das klingt nicht schwer, aber wenn viele angetrunken sind, dann machen Sie das mal“, schilderte der Wehrleiter die Situation. Wie immer sei aber alles in guter Zusammenarbeit mit der Schkeuditzer Wehr geklärt worden. „Nun freuen wir uns auf das neue Fahrzeug und auf das neue Gerätehaus“, so Bransdor.Böttcher dankte im Namen des Ortschaftsrates für die Einsatzbereitschaft: „Die Kameraden sind nach wie vor in allen Lebenslagen eine große Stütze im Ort. Bei Rettungseinsätzen, Hilfeleistungen und bei Festen.“

Olaf Barth

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