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Schkeuditz Treffen – 67 Jahre nach Schulabschluss
Region Schkeuditz Treffen – 67 Jahre nach Schulabschluss
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11:52 10.10.2016
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Schkeuditz

Seit fünf Jahren trifft sich einmal im Jahr eine verschworene Gruppe Schkeuditzer Schulabsolventen des Jahrganges 1949, um gemeinsam an die alten Zeiten zu erinnern. „Viele sind wir jetzt zwar nicht, aber es ist trotzdem schön, mit den alten Klassenkameraden zu schwatzen“, freute sich die 82-jährige Ursula Wihle wie ihre einstigen Mitschüler über das Wiedersehen.

Organisiert hatte das Treffen Viola Wunsch. Sie ist ein jüngerer Jahrgang und erweist ihrer Mutter Sigrid Wunsch (82) einen Gefallen. Auch in den nächsten Jahren sollen diese Treffen weiter stattfinden. Als Ort der Zusammenkünfte wurde der Schkeuditzer Gasthof „Zur Landesgrenze“ gewählt. Hier haben die einstigen Schüler vor 60 Jahren die Tanzfläche unsicher gemacht, was so manche Erinnerung und Anekdote heraufbeschwor. Er war damals Treffpunkt für die Jugend. Gespielt hat dort die Kapelle „Die blauen Jungs“, erzählte Sigried Wunsch. Die ehemalige Verkäuferin dachte daran zurück und lächelte. Erwähnt wurde aber auch, wie schwer die Schulzeit nach Kriegsende war und dass man anfangs noch auf Schiefertafeln geschrieben hat. Im Winter nach 1945 habe der Unterricht in der warmen Gaststätte stattgefunden. Untereinander wurde damals das Brot geteilt. Dennoch bleiben auch manche Scherze und Späße unvergessen. Etwa, als sich Schüler im Schrank versteckten, um den Lehrer zu ärgern.

„Es waren keine leichten Jahre, ob nun in der Schule oder zu Hause. Viele arbeiteten auf den Feldern mit, um Ähren zu lesen, Rüben zu hacken oder im Herbst Kartoffeln zu sammeln“, erinnerte sich Wihle. Nach ihrer Schulzeit hatte sie eine Lehre zur Schlosserin erfolgreich absolviert und später im Schkeuditzer Werk Maschinen- und Anlagenbau in der Abteilung Flugzeugbau gearbeitet. „Die frühere Zeit lässt sich mit der heutigen nicht vergleichen. Es ist ja auch schön, wenn man jetzt sieht, wie sich die Stadt im Zentrum entwickelt hat und sich hier jetzt unsere ,Landesgrenze’ präsentiert“, erklärte die Seniorin.

Von Michael Strohmeyer

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