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Schkeuditz Triebwerk-Testhalle bald wieder in Betrieb
Region Schkeuditz Triebwerk-Testhalle bald wieder in Betrieb
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15:52 17.07.2015
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Schkeuditz

Baumängel am Dach hatten bereits im November 2008 zu einer Schließung der Halle geführt. Ein Wassereinbruch hatte dazu geführt, dass die Triebwerksprobelaufhalle schon nach rund 80 Testläufen Ende 2008 wieder geschlossen werden musste. Jetzt sind die Sanierung sowie umfangreiche Modifizierungsarbeiten nahezu beendet, und womöglich noch im Februar soll die Halle wieder in Betrieb genommen werden. Die lange Auszeit begründet Airport-Pressesprecher Schuhardt mit notwendigen Antrags- und Ausschreibungsverfahren. „Die Beleuchtung wurde so erneuert,“, beschreibt Schuhardt die erfolgten Bauarbeiten, „dass auch große Flugzeuge komplett beleuchtet werden können.“ Auch seien jetzt Anzeigen zu den klimatologischen Verhältnissen zusätzlich so angebaut worden, dass auch die Piloten aus dem Cockpit am Bildschirm sehen können, welche Windverhältnisse gerade herrschen. Zuvor war dies nur in einem kleinen Technikraum, von dem aus die Anlage auch gesteuert wird, ersichtlich. „Auch Schalldämmkasetten sind erneuert worden“, ergänzt Schuhardt. An deren Wirkung oder Nicht-Wirkung hätte es aber niemals gelegen, dass die Halle geschlossen werden musste. Hier ist 2008 sogar bei offenen Toren der Lärm je nach Triebwerkstyp unterschiedlich unter den geforderten Grenzwerten geblieben, verkündete damals Thomas Franz. Als Projektleiter hatte der Ingenieur den Bau der mindestens in Deutschland nach Größe und Funktionsweise einmaligen Probelaufstand-Halle betreut. Die komplette Innenfläche einschließlich Dach, Lamellen und Toren ist mit zehn Zentimeter starken Kassetten aus Lochblechen und Dämmmaterial ausgekleidet. „In Hamburg gibt es noch eine offene Halle“, weiß Schuhardt von der Einzigartigkeit der Schkeuditzer Halle. Bisher fanden die Triebwerks-Tests, die nach jeweils rund 600 Betriebsstunden nötig sind, unter freiem Himmel statt. Demnächst müssen sich die Airlines in Leipzig/Halle nun wieder in den Probelaufstand einmieten. Flugzeuge bis zu der Größe einer Antonov 124, einer MD-11 oder auch der Riesenflieger A380 passen in die Halle. Vornehmlich nachts werden die Triebwerke getestet. Der Triebwerkprobelauf-Stand kostete immerhin 14 Millionen Euro. Für das knapp 23 Meter hohe, 90 Meter breite und 76 Meter tiefe Gebäude hat der Flughafen unter anderem 11000 Kubikmeter Beton für 20000 Quadratmeter neuer Flugbetriebsflächen als Zufahrt verbaut. Allein das Stahlgerüst wiegt 750 Tonnen und nur für sich die elektrisch steuerbaren Tore bringen zusammen bereits 150 Tonnen auf die Waage. Zuletzt wurde die ungenutzte Halle als „Atelier“ zweckentfremdet. Denn nach technischer Begutachtung erhielt hier im August letzten Jahres der Museumsflieger IL-18W eine historische Lackierung der Lufthansa aus dem Jahr 1960.

Roland Heinrich

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