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Schkeuditz Tüv legt erste Auswertung der Luftschadstoffmessungen am Flughafen Leipzig/Halle vor
Region Schkeuditz Tüv legt erste Auswertung der Luftschadstoffmessungen am Flughafen Leipzig/Halle vor
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11:12 27.05.2010
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. Unlängst gab es nun eine Zwischenauswertung der Ergebnisse des in Papitz stationierten Tüv-Luftschadstoffmessmobils. Fazit: Bisher gibt es keine Erkenntnisse, dass die Anwohner gegenüber DHL Gesundheitsgefährdungen durch Luftschadstoffe ausgesetzt sind.

Vertreter der Schkeuditzer Stadtverwaltung, des Flughafens Leipzig/Halle und der Bürgerinitiative Gegenlärm Schkeuditz hatten unlängst die Köpfe zusammengesteckt, um die versprochene erste Zwischenauswertung der Luftschadstoffmessungen vorzunehmen. Seit Dezember steht in der Siedlung Papitz gegenüber dem DHL-Gelände im Blumenweg ein Schadstoffmessmobil des Tüv Süd (wir berichteten). „Ein Mitarbeiter des Tüv hatte die Ergebnisse in einem verständlichen und interessanten Vortrag aufbereitet und auch die Messverfahren erläutert. Bisher gibt es demnach keine Erkenntnisse, dass eine Gesundheitsgefährdung vorliegt", berichtete BI-Sprecher Hans-Jürgen Kubiak von der Veranstaltung. Allerdings habe es einen kritischen Wert gegeben. Dabei handele es sich um den Feinstaub PM 10, der bereits an 19 Tagen höher lag als der festgesetzte Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter. An 35 Tagen im Jahr sind Überschreitungen erlaubt.

In der Beratung wurde empfohlen, das ganze Jahr abzuwarten, da die Belastungen auch witterungs- und jahreszeitenabhängig seien. Dennoch habe der Flughafen nicht ausgeschlossen, Betriebsabläufe zu überdenken, um die Feinstaubbelastung zu senken. Laut Kubiak hat der Tüv-Experte die gemessenen Feinstaubwerte nicht allein dem Flughafen zuordnen können. Auch aus Schkeuditz selbst und von der nahen B 6 könnten Belastungen kommen. „Dennoch ist es bedenklich, dass am nahezu verkehrlosen Blumenweg die Feinstaubbelastung höher ist, als zum Beispiel am Leipziger Innenstadt-Ring", so Kubiak.

Klar zuzuordnen war der Kerosingestank. Dieser hätte seine Quelle auf dem Flughafengelände bei Betankungsvorgängen, beim Warmlaufen der Triebwerke und im Bodenverkehr. „Dass es nach Kerosin riecht, ist unstrittig. Doch vom Landesamt für Umwelt und Geologie wurde der Grad der Geruchsbelästigung untersucht. Demnach wurden keine Normen überschritten", erläuterte Flughafen-Sprecher Uwe Schuhart. Laut Kubiak führen die Anwohner selbst Geruchsprotokolle und schicken die Daten nach Dresden: „In unseren Beschwerden kommen wir auf durchschnittlich 296 Stunden Belastung im Jahr, der gesetzliche Grenzwert liegt bei rund 550 Stunden."

Entwarnung gibt es bezüglich der befürchteten Gesundheitsgefährdung. Die Ergebnisse von Messungen flüchtiger organischer Verbindungen, BTX und kerosintypischer Alkane sowie von Benzo(a)Pyren (PaB) liegen laut Tüv selbst am Rande des DHL-Vorfeldes unterhalb gesundheitsgefährdender Werte. Kubiak: „Es fehlen aber die Erkenntnisse über Langzeitwirkungen. Wir wohnen ja viele Jahre hier." Anfang September soll die nächste Runde stattfinden.

 

Olaf Barth

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