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Schkeuditz Turnhallen-Steine waren geklaut - Heimatfest und 150 Jahr Sportverein 1863 Dölzig
Region Schkeuditz Turnhallen-Steine waren geklaut - Heimatfest und 150 Jahr Sportverein 1863 Dölzig
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16:45 19.05.2015
Tischeweise historische Unterlagen: Vereinsmitglieder und Gäste des Sportvereins 1863 Dölzig begutachten Fotos, Tabellen und Pokale aus 150 Jahren Sportgeschichte in Dölzig. Vor allem die aus geklauten Steinen gebaute Turnhalle sorgte für Heiterkeit. Quelle: Michael Strohmeyer

Jörg Thiele, Vorsitzender des Vereins, blickte natürlich auch auf die Historie zurück. "Anlass für die Gründung war das erste Turnfest in Leipzig 1863", erklärte er den Gästen. "Leibesübungen" hießen zur damaligen Zeit die Turnübungen im Freien. Wenige Jahre nach der Entstehung turnten bereits 60 Sportler im Verein - sie trainierten Pyramidenbau und Geräteturnen.

Woher die 1929 gebaute Turnhalle ihren Namen "Mausedölzig" bekam, war eine weitere Anekdote, die Thiele erzählte. "Die Steine, die verbaut worden sind, waren zum größten Teil gemaust." Vorher habe der 1913 angelegte Turnplatz treue Dienste geleistet, was zu einer deutlichen Steigerung der Sportlerzahl führte, die zum Verein kamen.

In den Jahren des Zweiten Weltkriegs ruhte der Sport weitestgehend, Vereinsarbeit in dem Sinne war nicht möglich. Erst nach dem Krieg erhielt der Dölziger Erich Georgi die Vereinsunterlagen vom sowjetischen Geheimdienst zurück. Danach ging es nur noch bergauf. Sogar eine Fußball-Legende konnte der Verein hervorbringen: Arno Siebert, genannt Mücke, war Dölziger. Thiele bedankte sich an der Stelle vor allem beim Heimatverein, der die 150 Jahre akribisch recherchiert hatte.

Heute hat der Verein mehr als 350 Mitglieder im Alter von zwei bis 84 Jahren und zwölf verschiedene Sparten wie Fußball, Kegeln, Tischtennis, Kinderturnen und Radsport. Was sowohl beim Sport als auch beim Fest für alle offensichtlich wurde: Der Verein lebt von der Gemeinschaft.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.06.2013

Michael Strohmeyer

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