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Schkeuditz Über 3000 Besucher bei der „JOBregional 2018“
Region Schkeuditz Über 3000 Besucher bei der „JOBregional 2018“
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11:07 16.04.2018
Personal-Leiterin Yvonne Krebs (zweite von links) vom Flughafen Leipzig/Halle und die beiden Airport-Azubis Anika Andreß und Maxi Henschel (von links) sprechen mit Interessenten, die sich auf der Messe „JOBregional“ über Arbeitsmöglichkeiten auf dem Flughafen informieren wollen. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Schkeuditz

Über 100 Unternehmen und 40 Bildungseinrichtungen erwarteten gut vorbereitet den Ansturm der Besucher, die sich zugleich über mehr als 1000 Stellenangebote informieren konnten. Denn der allgemeine Fachkräftemangel lässt viele Firmen intensiv um geeignete Mitarbeiter werben. So auch den Flughafen Leipzig/Halle, für den Personalleiterin Yvonne Krebs Auskünfte erteilte. „Bei uns ist vieles möglich. Wir suchen Feuerwehrleute oder auch Personal für den Check-in-Bereich. Aber wir müssen neue Wege gehen, um die richtigen Interessenten anzusprechen. Anzeigen allein reichen nicht mehr“, sagt die 37-Jährige.

Flyer direkt in die Haushalte oder Werbung im Öffentlichen Personennahverkehr sowie die Mund-zu-Mund-Information seitens der Mitarbeiter wären weitere Wege, um Bewerber zu interessieren. „Es gibt mit der Autobranche oder der Logistik und vielen anderen Firmen sehr viele gute Arbeitgeber hier in der Region. Deshalb ist es für uns wichtig, hier auf der Messe wieder präsent zu sein. Die Teilnahme lohnt, es kommen Bewerbungen und Auswahlgespräche zustande“, so Krebs.

Becker: Atmosphäre in Schkeuditz beeindruckend

Raimund Becker, Regionen-Vorstand bei der Bundesagentur für Arbeit, lobt die Jobbörse in Schkeuditz, weil sie überregional ausgerichtet ist. Immerhin gehören neben der Agentur in Oschatz auch die Arbeitsagenturen Leipzig, Halle, Weißenfels und Dessau-Roßlau-Wittenberg sowie die Jobcenter Nordsachsen, Leipzig und Halle länderübergreifend zu den gemeinsamen Ausrichtern der Börse. „Hier ist ein Ort der Begegnung, an dem für unterschiedliche Zielgruppen aus fünf Kernregionen Mitteldeutschlands Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammengebracht werden. Und weil das auch noch mit der Weiterbildung verknüpft wird, ist diese Jobbörse ein ganz tolles Format und hebt sich von anderen solchen Börsen ab“, schwärmt Becker. Die Atmosphäre auf der Schkeuditzer Messe sei beeindruckend.

Überregionale Ausrichtung wichtig

Mehrfach wird erwähnt, dass Firmen im Kampf um Bewerber, darunter auch Seiteneinsteiger und Branchenwechsler, vom sturen Blick auf Zertifikate oder Zeugnisse abrücken müssen. Auch soziale Kompetenz, Teamfähigkeit und Lernbereitschaft wären wichtige Kriterien beim Finden der Fachkräfte. Solche sucht zum Beispiel auch das IT-Unternehmen Dell aus Halle. „Wir brauchen Mitarbeiter für technischen Support und Vertrieb und hoffen auf gute Gespräche sowie einige Bewerbungen“, sagt am Dell-Stand Anja Hennig (32) von der Personalabteilung.

„Uns kommt die überregionale Ausrichtung der Börse sehr entgegen. Wir haben jetzt schon viele Mitarbeiter aus der Region und suchen weitere“, sagt Steffen Redlich (48) am Stand der Zeitzer Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft mbH (Mibrag). Seine Kollegin Bettina Thieme ergänzt: „Wir hoffen, unsere Ausschreibungen für sieben Berufe sind heute Abend alle vergriffen. Wir bilden selbst 40 Jugendliche jährlich aus, mit Übernahmemöglichkeiten.“

Viele Jobwechsler auf der Messe

Nach ersten Rückmeldungen von Unternehmen sind laut Oschatzer Arbeitsagentur eine Vielzahl von Bewerbungen entgegengenommen, Vorstellungsgespräche vereinbart und Qualifizierungsbedarfe besprochen worden. Viele Besucher hätten die angebotenen kostenfreien Serviceaktionen wie den Bewerbungscheck, die Stylingberatung sowie die Anfertigung professioneller genutzt. Ebenso sei der Bereich „open office“ als neues Angebot gut angenommen worden. Einen Teil der Messe hatte man inklusive einer technischen Anbindung kurzerhand in eine mobile Arbeitsagentur- bzw. Jobcentergeschäftsstelle umfunktioniert.

Das Organisationsteam und offensichtlich auch viele teilnehmende Unternehmen hätten sich über diese Nachricht gefreut: „Es waren augenscheinlich viele potenzielle Jobwechsler zur Messe gekommen, teils mit dem Wunsch heimatnäher zu arbeiten oder sich beruflich zu verändern beziehungsweise zu qualifizieren“, fasst Hartrampf-Hirschberg einige Ausstellerrückmeldungen zusammen.

Von Olaf Barth

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