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Umzug des Dölziger Denkmals steht kurz vor der Vollendung

Umzug des Dölziger Denkmals steht kurz vor der Vollendung

Das gängige Sprichwort "Was lange währt, wird gut" scheint sich im Fall des Dölziger Denkmals für die Opfer des Faschismus zu bewahrheiten. Denn dessen Umzug vom alten Standort vor der ehemaligen Gemeindeverwaltung in der Paul-Wäge-Straße hin zum Friedhof steht kurz vor dem Abschluss.

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Dietmar Teuber vom Technischen Service Schkeuditz verlegt auf dem Fundament des Denkmals die neuen Platten. Es waren extra in der Art welche angeschafft worden, die möglichst den einstigen originalen Platten ähneln.

Quelle: Michael Strohmeyer

Dölzig. "Schön, dass es am Ende nach der dreijährigen Planungsphase doch recht zügig ging. Und vor allem, es wurde sehr ordentlich gearbeitet, das Denkmal sieht an neuen Standort ansprechend aus", lobte Pfarrerin Ines Schmidt den "Neuzugang" auf ihrem Friedhof.

Die Kirchgemeinde hatte den neuen Platz schon vor längerer Zeit zur Verfügung gestellt, sich aber gewundert, dass lange nichts passierte. "Zunächst mussten wir natürlich einen Käufer für das alte Grundstück finden. Und dann hatte die Denkmalschutzbehörde ihr Mitspracherecht wahrgenommen, dem mussten wir bei unserem Vorhaben natürlich auch Rechnung tragen", nannte Bürgermeister Lothar Dornbusch gestern nur zwei von einigen Stolpersteinen, die bis zum nun vollzogenen Umzug aus dem Weg geräumt werden mussten. "Aber das ist Geschichte. Jetzt gilt es noch Restarbeiten zu erledigen und eine Dokumentation über den Umzug für den Denkmalschutz zu erstellen. Dann ist das Vorhaben endgültig fertig", so Dornbusch. Wie viel das am Ende kostet, wisse er erst nach dem Eingang der letzten Rechnungen: "Aber wir haben versucht die Ausgaben niedrig zu halten und viel mit unseren Fachkräften vom Technischen Service in Eigenleistung zu erledigen."

Mitarbeiter dieses städtischen Betriebes TSS waren es dann auch, die das Tonnen schwere Denkmal in Einzelteilen zerlegten, auf dem Schulhof lagerten und mit Hilfe eines gemieteten Kranes am neuen Standort aufstellten. Eine Schwierigkeit bestand darin, die schweren Segmente über die Friedhofsmauer zu heben, weil eine Anfahrt auf dem Friedhofsgelände nicht möglich war. Die TSS-Mitarbeiter Silvio Stiller und Jens Heidel meisterten diese Aufgabe mit Präzision und sicherten das Denkmal während der Montage mit Stützen, bevor es fest in Beton eingebunden wurde.

Auf einer Grundfläche von zirka sechs Quadratmeter steht das nun wieder im Original zu sehende Denkmal auf massivem Fundament, das im Vorfeld hergerichtet worden wurde. Die Organisatoren hatten sich bemüht, den Neuaufbau möglichst original hinzubekommen, weshalb die neuen Platten für die Grundfläche extra in Anlehnung an die Originale organisiert wurden. Denn die alten Platten waren nicht mehr zu retten. Generell hatte das Denkmal am alten Standort nicht mehr den besten Eindruck hinterlassen. Ditmar Teuber vom TSS ordnete diese Woche sorgfältig die neuen Platten rings um das Denkmal an. Auch die orginale Flammschale hat ihren Platz auf dem Ehrenmal wieder eingenommen. Die Hauptarbeiten könnten diese Woche möglicherweise abgeschlossen werden. Wie auf der Baustelle zu erfahren war, soll offenbar an dem Denkmal auch noch eine Grundreinigung vorgenommen werden.

"Hier hat das Denkmal nun einen würdigen Rahmen erhalten. Viele Leute kommen auf den Friedhof, sodass es mehr Beachtung findet als am alten Standort", sagte Pfarrerin Schmidt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.11.2014
Olaf Barth und Michael Strohmey

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