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Unikate sind wieder gefragt

Unikate sind wieder gefragt

"Es ist spannend bis zum Schluss. Wir sind immer noch neugierig, wenn wir den Ofen öffnen", sagte Gabriele Thibault. "Das Brennen bei 1150 Grad ist ein Prozess, den man nicht hundertprozentig steuern kann.

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Adam und Eva aus Keramik: Beim Kunstkreis wird in der Art Kapella über Idee, Brennweise und Material geredet.

Quelle: Michael Strohmeyer

Schkeuditz. Ein kleines Quäntchen Überraschung bleibt." Mehr aus dem Schaffen der Diplom-Keramikerin und aus dem ihres Mannes Wolfgang Thibault war am Sonnabend in der Art Kapella Schkeuditz zu erfahren.

Anlässlich der aktuellen Ausstellung des Oschatzer Künstlerpaares in der Galerie auf dem alten Friedhof hatte der Art-Kapella-Kunstkreis um Petra Kießling zum Gespräch geladen. Umringt von kleinen und großen Vasen, farbigen Gefäßen und weichen, runden Frauenskulpturen ergaben sich Themen und Fragen wie von selbst: "Wie kriegen sie das nur hin?", interessierte eine Besucherin angesichts der Figuren, die innen hohl sind. "Ich fange mit dem Aufbau an, wie mit einem Gefäß", erläuterte die Künstlerin, die nach einer Töpferlehre an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle im Fachbereich Keramik ihren Abschluss machte.

Selbst die zahlreichen "Sitzenden", die in ihrer Ausdrucksstärke ausschauen, wie von einem Bildhauer modelliert, wurden auf diese Weise langsam aufgebaut. Nur eines von vielen Merkmalen, das Unikate von industriell gefertigten Produkten unterscheide. "Mehr und mehr sind Unikate wieder gefragt", freut sich Wolfgang Thibault. "Viele wollen heute nichts mehr von der Stange. Das ist unser Glück." Und auch die schönen, warmen Farben in den verschiedenen Brauntönen wirken individuell und nicht wie in Serie gefertigte Keramik. Mal lässt das Künstlerpaar das tönerne Material für sich sprechen, mal bekommt es eine Glasur.

"Wir gestalten auch sehr gern ohne Glasur". Obwohl es an letzterer nicht etwa mangele: "Wir haben noch alte Restbestände - zu DDR-Zeiten wurde oft nur 100 kiloweise verkauft. Davon leben wir heute noch", schmunzelte Wolfgang Thibault. Humor sei auch ein Teil seiner Arbeit; wenn er etwa "Adam und Eva" als nutzbare Gefäß-Objekte formt. Einblicke in die Werkstatt des Künstlerpaares geben auch Fotos der Tochter Fanny Thibault. Zum einen dokumentiert sie in Schwarz-Weiß-Aufnahmen, dann wieder zeigen farbige Fotos die Schönheit der Glasur ganz nah und auch das Künstlerpaar ist in seinem Keramikatelier zu sehen: "Im Töpferhof Schmorkau, wo wir eine wunderbare Ruhe zum Arbeiten haben."

 

 

Noch bis Sonntag ist die Ausstellung, außer Montag und Freitag, täglich von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.02.2014
Ingrid Hildebrandt

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