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Schkeuditz Ute Mähnert ist Glesiens neue Ortsvorsteherin
Region Schkeuditz Ute Mähnert ist Glesiens neue Ortsvorsteherin
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13:51 19.05.2015
Glesiens neu gewählter Ortschaftsrat mit der neuen Ortsvorsteherin Ute Mähnert (Vierte von rechts) und dem neuen Stellvertreter Chris Bageritz (Zweiter von links). Zu Ortschaftsräten verpflichtet wurden von Bürgermeister Lothar Dornbusch (Zweiter von rechts) außerdem Rayk Bergner, Christina Vacek, Gerhard Lindner, Olaf Böge, Lothar Braunsdorf und Manfred Putzke (von links). Quelle: Olaf Barth

In geheimer Wahl hatte Ute Mähnert (55/Freie Wähler) alle Stimmen der acht Ortschaftsräte erhalten. Ihr Stellvertreter Chris Bageritz (24/Freie Wähler) wurde dann in offener Abstimmung ebenfalls einstimmig gewählt. Beide waren auch die einzigen Kandidaten für diese Ehrenämter und nahmen die Wahl an. Putzke hatte sich nach fünf Jahren aus beruflichen Gründen nicht noch einmal als Ortsvorsteher aufstellen lassen. "Ich schaffe das zeitlich nicht mehr, habe aber meiner Nachfolgerin versprochen, weiter aktiv mitzuarbeiten und zu helfen, wo es geht", sagte Putzke gestern.

Selbstverständlich hat auch Putzke, so wie seine drei CDU-Kollegen und die insgesamt vier Freien-Wähler-Vertreter, auch künftig einiges zu sagen. Zum Beispiel bei der Diskussion über die Verkehrssituation in der Karl-Liebknecht-Straße. Die ist bekanntermaßen sehr schmal, sodass beim Begegnungsverkehr von Lkw oder Bussen es auch für Passanten auf den Fußwegen gefährlich eng wird, zum Beispiel durch die Rückspiegel der Gefährte, so sie denn nicht gleich mal ganz auf den Fußweg ausweichen. Deshalb soll ein Fußwegstreifen am Sportplatz zum Schutz der Schulkinder mit Pollern besser abgegrenzt werden (die LVZ berichtete).

Um Möglichkeiten zu suchen, wie in der Straße die Situation entschärft werden kann, hatte es in den vergangenen Monaten Vor-Ort-Begehungen mit Ortschaftsräten, Schulleitung und Stadtverwaltung sowie Gespräche mit dem Busunternehmen Webel gegeben. In die jetzige Sitzung waren auch zwei Anwohner gekommen, die noch einmal die Gefahrensituationen und den schlechter werdenden Zustand von Straße und Fußweg vor ihren Häusern beschrieben. Dabei drehten sich die Diskussionen auch um ein von Anwohnern geschossenes Foto, auf dem zwei sich begegnende Busse in der engen Straße nebeneinander zu sehen sind.

"Selbst wenn wir die Poller hinstellen, ändert sich an der engen Straße ja nichts. Ist die Investition dann überhaupt sinnvoll, kann das noch gestoppt werden?", fragte Rayk Bergner (CDU). Bürgermeister Lothar Dornbusch erklärte, dass die Poller bereits geliefert wurden und nächste Woche deren Montage beginnt. Bis zu 50 000 Euro koste die Aktion. "Das ist nicht die optimale und vielleicht auch nicht die endgültige Lösung, aber sie trägt zu Sicherheit der Kinder und anderer Passanten bei. Das war den Bürgern wichtig und das setzen wir jetzt auch um", sagte Dornbusch.

Um Platz für den verbleibenden Fußweg zu gewinnen, werde im Herbst eine Reihe der Bäume am Sportplatz gefällt. "Aber nicht alle", versicherte Dornbusch. Die Straße generell zu verbreitern, sei mit großem Aufwand und der Verlegung einer KWL-Leitung verbunden. Dafür stünden momentan die finanziellen Mittel nicht bereit. Dornbusch bestätigte gestern auf LVZ-Nachfrage eine Ankündigung von Ute Mähnert, wonach Glesien zur 30er Zone wird, um so den Verkehr zu beruhigen. "Das ist verkehrsrechtlich eingeleitet und wird ab Herbst große Teile von Glesien betreffen", so Dornbusch.

Anwohner und Ortschaftsräte forderten zudem, das Durchfahrverbot für Lkw zu kontrollieren und Verstöße zu ahnden. Allerdings müssen Anlieferer durch die Straße, hieß es, und generell sei derzeit kein realistisches Szenario gegeben, da durch KWL-Baustellen und Umleitungen auch die Karl-Liebknecht-Straße betroffen ist. Doch selbst wenn sich der Verkehr normalisiert, soll es nun nicht mehr gerade in dieser engen Straße zu Begegnungen zweier Busse kommen.

"Da finden wir eine Lösung, ohne dass andere einen Nachteil haben. Zum Beispiel können sich die Fahrer über Funk kurz absprechen", sagte gestern auf LVZ-Nachfrage Geschäftsführer Wolfgang Webel vom gleichnamigen Bus-Unternehmen. Dieses betreibt die Linie 206 Radefeld-Delitzsch, die für Schkeuditz auch gleichzeitig eine Schulbus-Verbindung ist. Webels Einsatzleiter René Freckmann denkt auch darüber nach, eventuell zwei der drei betroffenen Fahrten über das Gewerbegebiet zu leiten. Aber da werden wohl auch Anwohner, Ortschaftsrat, Stadtverwaltung und Schule noch ein Wörtchen mitreden wollen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.07.2014
Olaf Barth

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