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Schkeuditz Verdienstvolle Kameraden geehrt
Region Schkeuditz Verdienstvolle Kameraden geehrt
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13:53 19.05.2015
Oberbürgermeister Jörg Enke (links) ehrt verdienstvolle langjährige Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Freiwilligen Feuerwehren Schkeuditz. Gerda Lambein, Elfriede Nietschmann, Margarete Stein von der Dölziger Wehr sowie aus Hayna Dieter Backhaus und der Glesiener Manfred Stoye (von links) erhalten für 50 Jahre FFw-Mitgliedschaft das Ehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen sowie einen Präsentkorb der Stadt Schkeuditz. Zu den Gratulanten gehören auch Bürgermeister Lothar Dornbusch und S Quelle: Roland Heinrich

Zehn Jugendwarte kümmern sich um insgesamt 46 Kinder und Jugendliche. "Auf spielerisch und fachlich interessante Weise werden sie auf die Feuerwehrarbeit vorbereitet", lobte Müller dankbar die Arbeit der Jugendwarte.

Wie nötig gut ausgebildeter Nachwuchs ist, zeigte Müllers Einsatzstatistik für dieses Jahr. Die fünf Einsatzwehren aus Schkeuditz und den Ortsteilen sind bis jetzt rund 170 Einsätze gefahren. Ein erheblicher Anteil davon seien auch dieses Jahr wieder Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen gewesen. Müller: "Von größeren Bränden blieben wir zum Glück verschont. Bei einem Garagen-, einem Gartenlauben- und zwei kleinen Küchenbränden konnten wir durch schnelles Eingreifen Schlimmeres verhindern." Aber auch Fahrzeugbrände und technische Hilfeleistungen jeglicher Art gehören zur diesjährigen Einsatzbilanz, zum Beispiel bei Verkehrsunfällen, Türöffnungen, Tragehilfen, Tierrettungen, kleineren Unwettereinsätzen und bei der Beseitigung von Ölspuren. Den schlimmsten Einsatz allerdings hatten die Kameraden am 23. April: Ein volltrunkener Lkw-Fahrer war in Schkeuditz bei roter Ampel auf einen Pkw gefahren und presste diesen unter einen anderen Lkw. "Ein vierjähriges Mädchen war vollständig eingeklemmt, aber ansprechbar. In Abstimmung mit dem Notarzt hatten wir es nach fast einer Stunde vorsichtig aus dem Autowrack befreit. Die Kleine hatte verhältnismäßig geringe Verletzungen", schilderte Müller den Einsatz, der allen an die Nieren gegangen war, und sagte weiter: "Alle Kameraden waren danach total fertig, dachten an ihre eigenen Kinder oder Enkel."

Wenig erfreut ist die Wehr auch darüber, dass das 2013 in Auftrag gegebene neue Tanklöschfahrzeug vom Hersteller nicht wie geplant diesen Dezember, sondern erst im April nächsten Jahres geliefert werden kann. Die beantragten Fördermittel müssten dennoch dieses Jahr abgerufen werden, entstehende Zinsen würden dem Hersteller in Rechnung gestellt. Doch wo Schatten ist, gibt es auch Licht. Denn die von der Feuerwehr als dringend eingestufte Anschaffung eines Einsatzleitwagens wird kommen. Noch in derselben Sitzung beschlossen die Schkeuditzer Stadträte trotz gestiegener Kosten einstimmig die Auftragsvergabe für das rund 120 000 Euro teure Gefährt. 39 000 Euro kommen als Fördermittel. Ob diese Summe noch aufgestockt werden kann, wird geprüft. "Das Fahrzeug ist ein wichtiges und für die heutige Zeit unentbehrliches Mittel, um bei größeren Schadenslagen jeglicher Art auf eine handlungsfähige Einsatzleitung mit der notwendigen Ausstattung zurückgreifen zu können", so Müller. Bisher werde eher improvisiert.

Nach Müllers Ausführungen erhielten zahlreiche aktive und nicht aktive Mitglieder der Wehr Ehrungen für Jahrzehnte lange treue Dienste. Unter anderem wurden Feuerwehrehrenzeichen am Band in Silber und Gold sowie das Ehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbandes vergeben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.10.2014
Olaf Barth

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