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Schkeuditz Verkehrskonzept empfiehlt Tempo 30 in Leipziger Straße
Region Schkeuditz Verkehrskonzept empfiehlt Tempo 30 in Leipziger Straße
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16:50 19.05.2015
Das Verkehrskonzept bemängelt die Fußwegbreite an der Leipziger Straße und weist auf Gefahren vor allem wegen der Nähe des Schul-Campus hin. Quelle: Roland Heinrich

In Höhe der Hausnummer 31 sei der Fußweg gerade einmal 80 Zentimeter breit. Hier könnten gerade mit Blick auf die nahe gelegenen Schulen "Konflikte" hinsichtlich der sicheren Straßenüberquerung auftreten.

Als Mindest-Maßnahme dagegen erachtet das Verkehrskonzept für Fußgänger abgesenkte Bordsteine für ­notwendig. Zudem würde "eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde" die Verkehrssicherheit im bemängelten Bereich erhöhen und Fußgängerquerungen erleichtern, heißt es.

Die Engstelle entlang der Bundesstraße dehne sich auf 25 Meter aus. "Ein sicheres Benutzen des Gehweges ist bei fließendem Verkehr nur bedingt möglich", heißt es im von der Ingenieurgesellschaft Steinbrecher und Partner aus Halle erstellten Konzept. Besonders Lkw schränkten den Sicherheitsraum zusätzlich ein. "Für mobilitätseingeschränkte Personen - Rollstuhlfahrer oder Mütter mit Kinderwagen - stellt sich die Situation noch problematischer da", heißt es, weil es keine abgesenkten Bordsteine gebe.

An der bemängelten Stelle sei die Fahrbahn etwa sechs Meter breit. Schon die ist zu schmal, weil die erforderliche Breite laut Richtlinie 6,50 Meter betrage. Die Gehwegbreiten sollten für den Straßentyp jeweils drei Meter betragen. Mit dem nördlichen Fußweg beträgt die Breite insgesamt aber nur 2,30 Meter. Die Situation, wie sie momentan in der Leipziger Straße anzutreffen ist, sei historisch gewachsen und lasse sich kaum ändern, schränkte das Hallesche Büro eigene Vorschläge, die von Grundstückserwerb bis zur Verlegung der Straße reichen, ein.

"Auch dafür, dass auf Problemstellen hingewiesen wird, ist dieses Verkehrskonzept erstellt worden", sagte Stadtsprecher Helge Fischer auf Anfrage der LVZ. Noch aber sei das Konzept vom Stadtrat, in dessen Sitzung in der kommenden Woche das Papier jüngst verwiesen wurde, nicht beschlossen worden. Somit sei auch noch nicht entschieden, inwieweit das Konzept tatsächlich Handlungsgrundlage für künftige Planungen sein wird. Zumindest aber soll die angesprochene Problematik geprüft und besprochen werden. "Dann wird entschieden, welche Maßnahmen unternommen werden", sagte Fischer.

Ein Umbau der Straße in derart, wie es das Konzept vorschlägt, ist danach aufgrund der hohen Kosten eher unwahrscheinlich. Nach Vorschlag des Büros nämlich sollten die Gehwege mit 1,20 Metern gleich breit und die Straße entsprechend verlegt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.06.2013

Roland Heinrich

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