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Schkeuditz Verkehrskonzept erwägt Parkhaus an der "Sonne"
Region Schkeuditz Verkehrskonzept erwägt Parkhaus an der "Sonne"
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16:55 19.05.2015

Das Konzept sieht einen künftigen Bedarf an zusätzlichen Stellplätzen.

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr beschloss der TA der Stadt Schkeuditz, ein bestehendes Verkehrskonzept aus dem Jahr 2001 überarbeiten zu lassen. Rund 7000 Euro netto wurden für ein entsprechendes Konzept, das den Innenstadtbereich betrifft, investiert. Jetzt ist das 50-seitige Papier fertiggestellt und soll heute Abend (ab 19 Uhr im Ratssaal) als Arbeitsgrundlage für den Flächennutzungsplan und als Entscheidungskriterium für zukünftige Stadtplanungen öffentlich beschlossen werden. Eine einhellige Absegnung ist dabei von den Ausschussmitgliedern jedoch nicht zu erwarten.

Schon während der letzten Stadtratssitzung nämlich äußerten gleich mehrere Räte ihren Unmut zu besagtem Papier. Hintergrund: Die Ingenieurgesellschaft Steinbrecher und Partner (ISP) aus Halle kommt nach der Beschreibung des Ist-Zustandes zu dem Schluss, dass lediglich elf Stellflächen weniger vorhanden sind als benötigt werden und somit das Platzangebot für das gesamte Innenstadtgebiet ausreichend ist. Das Büro nimmt für diese Berechnung den kleinstmöglichen Wert von 581 benötigten Parkflächen an. Weshalb, begründet die IPS mit der hohen Überalterung der Schkeuditzer Bevölkerung: Demnach sind 24 Prozent der Bewohner im Rentenalter, ebenso viele befänden sich in den letzten Jahren ihrer Erwerbstätigkeit.

Zukünftig und bis zum Jahre 2025 werde sich der Anteil der Rentner noch auf knapp 30 Prozent erhöhen und die Bevölkerung insgesamt schrumpfen, erwähnt die IPS mit Berufung auf das Statistische Landesamt. Dennoch werde sich der Bedarf an Stellflächen erhöhen. Ein Grund im Innenstadtbereich sei auch der Turnhallenneubau am Gymnasium. Hier übrigens seien laut Verkehrskonzept mit 37 Parkplätzen drei Stellflächen zu wenig geplant. Weitere Gründe für einen Parkplatzbedarf in der Zukunft sind ein Rückgang der Wohnungsleerstände im Zentrum und unter anderem auch der Bau des Pflegeheims am Rathausplatz. Hierbei geht ein "wilder" Parkplatz verloren, der momentan noch 46 Kraftfahrzeugen Stellflächen bietet (die LVZ berichtete).

Um einem künftigen Bedarf entgegenzuwirken, gibt das Papier auch Handlungsempfehlungen und prüft mehrere für Parkplätze infrage kommende Flächen: Als Favorit kristallisiert sich hierbei die Fläche in der Schul- und Ringstraße heraus. Ebenerdig könnten hier, wo zum Stadtfest der "Brake-Dancer" steht, zusätzlich 40 bis 50 Parkflächen entstehen. Als mögliche Gesamtkapazität bei einem Parkhaus mit zwei Ebenen weist das Verkehrskonzept zusätzliche 80 bis 100 Parkplätze aus.

Auch die Stadtverwaltung scheint jenes Gebiet als Parkplatz-Areal im Auge zu haben. Deshalb wird im Sommer eine Verbindung vom Gymnasium zum städtischen Grundstück in der Ringstraße zunächst für Fußgänger entstehen. Im Verkehrskonzept wird jedoch der "Verkehrsabfluss" über die Lessingstraße empfohlen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.05.2013

Roland Heinrich

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