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Verkehrskonzept kommt nun in den Stadtrat

Verkehrskonzept kommt nun in den Stadtrat

In der Innenstadt gibt es genügend Stellflächen. Selbst wenn der wilde Parkplatz zwischen Rathaus und Bürgeramt bebaut wird, stehen Alternativen, vor allem im Bereich Kulturhaus Sonne, zur Verfügung.

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Umstrittene Straßenbreite - so eng geht es am Rathausplatz zu.

Quelle: Olaf Barth

Schkeuditz. Auch bei der wegen ihrer Enge oft kritisierten Straße am Rathausplatz vorm Careé würden die Gegebenheiten ausreichen. Es besteht also derzeit die Verkehrssituation betreffend kein Handlungsbedarf. - Das ist das Ergebnis der am Dienstagabend im Technischen Ausschuss von den beteiligten Ingenieurbüros vorgestellten Überarbeitung des Schkeuditzer Verkehrskonzeptes, Stufe eins.

Einige Stadträte wollten das aber so nicht im Raum stehen lassen, sahen zwischen den vorgelegten Ergebnissen aus den Zählungen, Messungen und Berechnungen einen Widerspruch zu den täglich zu machenden praktischen Erfahrungen. Rainer Haase (FDP) vertrat die Ansicht, dass die Parkplätze nicht reichen würden, er kreisele oft genug selbst im Bereich Rathausplatz, bis er einen finde. "Die Variante ,Sonne' ist gut für Pendler, aber für eilige Kunden fehlen mit Wegfall des wilden Parkplatzes dann Stellflächen mit kurzen Wegen. Das trägt nicht zur Belebung der Innenstadt bei", kritisierte Haase.

Denise Bock und Robert Lasar von den Ingenieurbüros verwiesen auf die anerkannten und üblichen objektiven Methoden, mit deren Hilfe die Grundlagen und Fakten für das überarbeitete Konzept zustande kamen. Rückendeckung erhielten sie dabei von Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler): "Mit den Verkehrsberechnungen erhalten sie genauere Ergebnisse als bei Zählungen zu unterschiedlichen Zeiten und Tagen."

Umstritten war auch das Straßenstück Rathausplatz von den Straßenbahngleisen bis zur Einmündung Bahnhofstraße. Auf den 80 Metern wird beidseitig geparkt. Für die Stadtverwaltung eine Art Verkehrsberuhigung, für Stadtrat Kurt Arnhold (SPD) ein unzumutbarer Zustand, der schon zu zahlreichen kaputten Rückspiegeln geführt habe. Ausführlich stellte der Senior seine Sicht der Dinge dar und brachte seine Enttäuschung über das Konzept zum Ausdruck. Auch Thomas Knauf (Freie Wähler) sagte klipp und klar: "Die Straße ist zu schmal."

Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) betonte, dass die Aussage "kein Handlungsbedarf" nicht bedeute, dass nicht über Änderungen und Verbesserungen entschieden werden könne. Enke nahm Arnholds Antrag auf und verwies mit Zustimmung und einem Änderungszusatz die weitere Diskussion in die Stadtratssitzung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.05.2013

Olaf Barth

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