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Verliert Glesien den Ruf der Blutspendehochburg?

Verliert Glesien den Ruf der Blutspendehochburg?

Annemarie Semmler ist entsetzt: Seit 17 Jahren betreut die heute 83-Jährige ehrenamtlich und unermüdlich die Butspendewilligen, die zu den Terminen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) nach Glesien kommen.

Glesien. "So ein Ergebnis hatten wir die letzten zehn bis zwölf Jahre nicht mehr. Das, was wir jetzt hatten, ist eine Katastrophe. Wir können uns das nicht erklären", gab Semmler etwas überspitzt von sich. "Ich schäme mich, das Ergebnis zu sagen: Nur 67 Blutspenden sind beim letzten Termin in diesem Jahr zusammengekommen", konnte es die im DRK-Ortsverein Aktive gestern immer noch nicht fassen.

Was für andere Orte bei Blutspenden ein durchaus akzeptables, wenn nicht sogar gutes Ergebnis wäre, ist für Glesien tatsächlich eine herbe Niederlage. Immerhin ist der nördliche Ortsteil von Schkeuditz als Hochburg der freiwilligen Spender bekannt. Regelmäßig wurden hier Ergebnisse von um die 100 Spenden pro Spendetermin eingefahren. Den Rekord in der Region, in der das Institut für Transfusionsmedizin tätig ist, stellte Glesien 2009 mit 123 Freiwilligen auf.

Dennoch gibt es auch Positives zu berichten, sagte Semmler. Zur 60. Spende waren Christian Karnowski und Kerstin Wiesener gekommen. "Frau Wiesener hatte an dem Tag sogar Geburtstag", wusste Semmler zu berichten. Ihre 55. Spende brachten Andrea Krämer und seine 50. Spende Thomas Liesaus hinter sich. "Alle konnten sich über eine Flasche freuen", fügte die Seniorin hinzu. Auch habe es einen Erstspender gegeben. Etwa die Hälfte der Stammspender sei gekommen, meinte Semmler und bedankte sich.

Die jüngste Blutspende in Glesien habe unter keinem guten Stern gestanden. Schon die Wahl des Spendetermins war so unglücklich gewählt worden, das zwölf Spenderinnen nicht zur Blutabgabe kommen konnten, weil für sie die Zeit, die nach Vorschrift zwischen den Terminen verstreichen muss, zu kurz war (die LVZ berichtete). Hinzu kam, dass Semmlers langjährige Assistentin nicht dabei sein konnte. "Ich habe zwei Kameradinnen aus dem Ortsverein zur Mithilfe nach ihrer Arbeit überreden können", sagte Semmler.

Der Hof der Grundschule ist momentan eine Baustelle und der Hausmeister ist als "dazugehörende" Person im Urlaub gewesen, zählte Semmler weitere eventuelle Unwägbarkeiten auf: "Richtig erklären kann ich mir das Fehlen der Spender aber nicht." Ganze Spenderfamilien seien nicht gekommen. In Richtung der Terminkoordination will die 83-Jährige noch Kritik los werden: "Es darf nicht sein, dass zum Blutspendetermin - wie passiert - der nächste im Januar noch nicht mitgeteilt werden kann."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.09.2014
Roland Heinrich

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