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Verwirrung: Wer baut denn nun die Stützmauer in der Mühlstraße?

Verwirrung: Wer baut denn nun die Stützmauer in der Mühlstraße?

Verwirrung bei der geplanten B 186-Sanierung an der Schkeuditzer Mühlstraße: Wer beim Großprojekt was baut, wurde von den Beteiligten bislang unterschiedlich beantwortet.

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Wer diese Stützmauer entfernt und dann neu baut, ist nach wie vor nicht klar. Bisher ging die Stadt davon aus, dass das Lasuv das übernimmt.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Es gab bei der Stadt sowie beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) dazu schlicht verschiedene Auffassungen. Jetzt gesteht Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler) ein Missverständnis ein. Wer was baut, ist trotzdem noch nicht entschieden.

Wie berichtet, soll die durch die Stadt führende B 186 grundhaft saniert werden. Das soll vom südlichen Ortseingang bis zum Schkeuditzer Markt entlang der gesamten Mühlstraße passieren. Die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) werden im nächsten Jahr neue Leitungen verlegen und das Lasuv wird wohl 2017 den Straßenausbau übernehmen (die LVZ berichtete). Zuerst soll nach dem Willen der Stadt aber auch noch in diesem Jahr eine Stützmauer entfernt und an einer anderen Stelle wieder neu aufgebaut werden. Dadurch soll mehr Platz für die Straße und den Fußweg geschaffen werden.

"Wir haben eine Vereinbarung mit dem Lasuv zur Errichtung der Mauer", antwortete die Stadtverwaltung auf Anfragen der LVZ mehrfach. Auch nach der Veröffentlichung der gegensätzlichen Auffassung des Lasuv Ende Juli blieb ein Aufschrei bei der Stadt aus. Das Lasuv nämlich erklärte: "Die Stützmauer hat das Landesamt für Straßenbau und Verkehr im Auftrag der Stadt Schkeuditz zwar geplant. Aber eine Vereinbarung über die Baudurchführung besteht nicht." Mit dieser recht eindeutigen Aussage konfrontiert, bestätigte der Bürgermeister erneut das Vorhandensein einer Vereinbarung und vermutete ein Missverständnis beim Landesamt. Erneut aber bestätigte das Lasuv, dass ein Papier zur Baudurchführung nicht existiere. "Wir haben eine Vereinbarung zur Planung und jetzt - neu - eine zu ergänzende Planung", bekräftigte Isabel Siebert vom Lasuv.

Und tatsächlich bestätigte nun auch der Bürgermeister, dass es ein Papier zur Umsetzung der baulichen Leistungen durch das Lasuv nicht gebe. "Wir haben jetzt zunächst ein Treffen mit der Straßenverkehrsbehörde Sachsen-Anhalt", sagte Dornbusch. Dabei gehe es noch einmal um Absprachen zum Verkehrskonzept, also zu Straßensperrung und Umleitung. Ende August soll dieses Treffen stattfinden. Im Anschluss wolle die Stadt mit dem Lasuv zur Baudurchführung verhandeln. "Es bietet sich aus rein praktischen und auch aus Kostengründen an, dass die Baudurchführung in einer Hand liegt", sagte Dornbusch. Schon bei der Baustelleneinrichtung, die bei drei Bauherrn auch drei Mal erfolgen und bezahlt werden müsste, könnte gespart werden.

Ob das beim Lasuv genauso gesehen wird, bleibt abzuwarten. Dass man sich dort um die Baudurchführung reißt, ist mehr als fraglich. An Arbeit mangelt es derzeit im Amt zumindest nicht. Spannend wird nun, ob der Zeitplan für die Stützmauer, und damit der für das gesamte Vorhaben, nun erneut eine Verzögerung erfährt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.08.2015
Roland Heinrich

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