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Schkeuditz Vom Traum, Ärztin zu werden
Region Schkeuditz Vom Traum, Ärztin zu werden
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17:10 19.05.2015
Oberarzt Bernard Blazevic stellt Natalie-Danielle Feige in der Abteilung Innere Medizin das Ultraschallgerät vor. Quelle: Olaf Barth

Der Blick in die Praxis hat an diesem Wunsch nichts geändert.

"Seit ich klein bin, möchte ich schon Ärztin werden, vielleicht liegt das daran, dass ich eine sehr nette Kinderärztin hatte", sagte Natalie-Daniell Feige lächelnd. Fast einen ganzen Tag lang begleitete sie in der Inneren Medizin Ärzte und Schwestern, wohnte einer Darmspiegelung bei und nahm sogar an der Visite teil. "Die Visite ist der wichtigste Teil in unserer Abteilung. Sie nimmt viel Zeit in Anspruch, es ist aber wichtig, den Patienten zu sehen, mit ihm über sein Befinden zu sprechen", erklärte Oberarzt Bernard Blazevic. Der 42-Jährige zeigt der Schülerin, wie das Ultraschall-Gerät funktioniert. Im Laufe des Tages durfte sie es auch selbst einmal an einer Ärztin ausprobieren und "untersuchte" deren Leber.

"So ein Besuch ist auch für uns etwas Neues. Studenten haben wir öfter zu Gast, sie aber ist die erste Schülerin. Wir bearbeiten ein sehr breit gefächertes Fachgebiet. Für jemanden, der Arzt oder Ärztin werden will, ist es deshalb schon sehr wichtig, den Alltag und die Abläufe in einer Klinik kennenzulernen", sagte der Mediziner und beantwortete ausführlich und freundlich alle Fragen der Gymnasiastin. Die in Landsberg lernende Neuntklässlerin sieht sich nach dem Besuch in der Heliosklinik in ihrem Berufswunsch bestätigt. "Es bleibt mein Traum, Ärztin werden zu wollen. Mir macht es Spaß, Menschen zu helfen. Es freut mich zu sehen, wenn sie glücklich sind", nannte die Schülerin einige Gründe für ihren Berufswunsch. Bevorzugen würde sie Kinderärztin oder Allgemeinmedizinerin, weniger die Chirurgie. Die Idee mit der Heliosklinik kam durch die Mutter: "Hier wurde meine Schwester entbunden und meine Mutter meinte, das sei eine sehr schöne Klinik, da könnte man ja mal nachfragen." Die "Nachfrage" hat sich offenbar gelohnt: "Das war ein sehr interessanter Tag, es hat sehr viel Spaß gemacht. Ich würde so einen Besuch in der Heliosklinik weiter empfehlen", sagte Natalie-Danielle.

Für die Kliniken könnten solche "Schnuppertage" durchaus ein Mosaikstein bei der Gewinnung von Mediziner-Nachwuchs sein. Der Oberarzt jedenfalls freute sich über den Gast: "Es ist sehr schön, dass Sie sich für den ärztlichen Beruf interessieren", ermutigte er seine Begleiterin, am Ball zu bleiben. Das sieht auch Klinik-Geschäftsführerin Melanie Rosche so: "Wir freuen uns über eine solch interessierte Schülerin und darüber, dass dieser Kurzbesuch bei uns ihren Berufswunsch gestärkt hat. Natürlich hat sie, wie alle anderen Interessenten, weiterführende Möglichkeiten, die Praxis unserer Klinik kennenzulernen. Sei es im Schülerpraktikum oder später im Medizinstudium als Famulantin. Die vielfältigen Ausbildungsangebote sind auf unserer Homepage aufgelistet."

@www.helios-kliniken.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.05.2013

Olaf Barth

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