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Von Spur Null bis zum Maßstab eins zu zehn

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Schkeuditz. Das Schkeuditzer Stadtfest von Donnerstag bis Sonntag nächster Woche rückt immer näher. Das bedeutet für die hiesigen Modellbahnfreunde noch einmal richtig Stress.

. Dann nämlich findet auch das 8. Großbahntreffen der Interessengemeinschaft (IG) Modellbahn statt.

„Es kommen über 50 Aussteller", freut sich Uwe Männicke, der die Organisation des Events in die Hände genommen hat. „Aus ganz Deutschland erwarten wir die Großbahner", zählt der 52-Jährige die Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen oder Baden-Würtemberg auf. Aussteller aus Österreich, der Schweiz und aus den Niederlanden sorgen dafür, dass die Bezeichnung europaweit zu recht vergeben wird.

„Reichlich 1000 Exponate werden hier ab Freitag zu sehen sein", so Männicke. Darunter ist ein zwei Meter langes und 30 bis 40 Zentimeter hohes Modell einer grünen Dampflok vom Typ 18201. „Allein vom Wert des Materials, das für den Bau verwendet wurde, könnte man sich einen Mittelklassewagen leisten", betont der Sachsen-Anhalter. Die bisherige Arbeitszeit – etwa zwei Jahre baut ein Softwareingenieur an diesem Modell – könne keiner bezahlen, glaubt Männicke. Insgesamt schätzt er den Wert der Exponate vom Maßstab 1:45 bis zu 1:10 auf 250 000 bis 300 000 Euro.

Am kommenden Freitag werden ab 15 Uhr die Ausstellungsstücke im alten Straßenbahndepot zu bewundern sein. „Kurz haben wir überlegt, uns am Rossberg einzumieten", berichtet der Modellbahnfreund. Schnell entschied man sich aber, im Depot zu bleiben. „Die Atmosphäre hier wiegt einige Mängel bei der Infrastruktur wieder auf", begründet Männicke.

Selbst ist der im sachsen-anhaltischen Wolfen Lebende begeisterter Gartenbahnfreund. Regelmäßig im Sommer ist er bei den Treffen der IG-ler dabei. „Man trifft sich eben länderübergreifend", schmunzelt er. Nein, Mitglied bei der IG sei er nicht. „Im Sommer zu den Treffen im Depot zu kommen, ist kein Problem", sagt er. Wenn die Modellbahner im Winter aber in den vierten Stock des benachbarten Hauses ziehen, könne der nach einem Unfall im Rollstuhl Sitzende nicht dabei sein. „Und ich will ja nicht, dass ich da hoch getragen werde", unterstreicht Männicke seinen Willen, nicht zur Last fallen zu wollen.

Im Gegenteil. „Jetzt hatte ich Gelegenheit, einmal etwas zurückzugeben", sagt der Bahnfreund. Seit acht Jahren komme er zu den Gleichgesinnten. Als ihn 2006 ein persönlicher Schicksalsschlag traf, waren die Schkeuditzer für ihn da. „Ich habe mich zur Organisation des Treffens bereit erklärt", sagt Männicke. Als Ende letzten Jahres Rainer Schaefer, der bisherige Vorsitzende der IG verstarb, war nicht klar, ob das Großbahntreffen stattfinden kann.

„Am Freitag kostet der Eintritt nur die Hälfte", sagt Bernd Nitschack vom Verein. Bis 20 Uhr sei an diesem Tag geöffnet. Am Sonnabend ist von 9 bis 19 Uhr und am Sonntag von 9 bis 16 Uhr offen. Auch werden Sonderfahrten mit einem historischen Wagen angeboten. „Wir hoffen, dass es der Wagen Nummer 20 ist", sagt Nitschack.

Zum Jubiläumsfest am 18. und 19. September, das anlässlich der Streckeneröffnung zwischen Leipzig und Schkeuditz stattfindet, hätte man bereits 80 bis 90 Prozent der Aussteller zusammen, erwähnt Männicke. Auch seien schon jetzt zwei Vormerkungen aus Rathen und Templin für das Großbahntreffen 2011 eingegangen.

Roland Heinrich

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