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Vorschlag für neues Parkkonzept

Vorschlag für neues Parkkonzept

Die Entwicklung der Schkeuditzer Innenstadt am Rathausplatz hat zu verstärktem Auto- und Fußgängerverkehr geführt. Kraftfahrer und Passanten erleben zunehmend brenzlige Situationen beim Durchfahren oder Überqueren der zugeparkten Straße.

Schkeuditz. Dem soll nun mit einem neuen Konzept begegnet werden. Gestern befragte Simone Arth vom Schkeuditzer Ordnungsamt Kurzzeitparker, was sie davon hielten, würden vor dem Rathaus-Carrée die von ihnen genutzten Stellflächen wegfallen. Dabei sagten nicht wenige Kraftfahrer, dass sie das sogar gut fänden, weil sie dann bei Gegenverkehr besser durch die Straße kämen. Die neuerliche Umfrage zeigt, dass der von Ordnungsamtschef Michael Winiecki erarbeitete, sowie mit der Polizei abgestimmte Entwurf für ein neues Parkkonzept am Rathausplatz noch nicht beschlossene Sache ist. Denn in dem Entwurf ist vom Wegfallen der Parkplätze keine Rede. „Der jetzige Vorschlag ist nichtöffentlich im Technischen Ausschuss beraten worden. Es gab viel positive Resonanz, aber auch Gegenstimmen. Einen Vorschlag, dem alle hundertprozentig zustimmen, wird es nicht geben. Dazu sind die Interessengruppen zu verschieden“, schildert Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler). Dennoch wolle man zeitnah eine Lösung finden. Der derzeitige Zustand ist aus Sicht besonders älterer Mitbürger und von Kraftfahrern nicht mehr haltbar. Die mit beidseitig parkenden Autos eingeengte Strecke vom Straßenbahngleis bis zur Bahnhofstraße ist für Busse und Lkw nur mit Mühe passierbar. Manch Seitenspiegel der parkenden oder fahrenden Autos wird in der 20-er Zone da schon mal touchiert. Oder es bilden sich Schlangen bis in die Kurve an der Bahnhofstraße, falls ein Laster wartet, bis der Gegenverkehr am Rathausplatz durch ist. Und besonders für ältere Fußgänger, die auf die andere Straßenseite gelangen wollen, wird das Durchschlüpfen durch die parkenden Autos mit ihrem Rollator oft zum Glücksspiel. „Ich habe mir das von einer älteren Dame aus ihrer Sicht zeigen lassen. Das hat mich wirklich überzeugt, dass hier was passieren muss“, nennt Winiecki einen der Gründe für seinen Entwurf. Denn der sieht nun zwischen Rathaus-Carrée und Sonnen-Passage einen Fußgängerüberweg vor. Von dem würden auch Kinder und Eltern mit Kinderwagen profitieren. Doch das ist nur auf Kosten einiger wegfallender Parkplätze möglich. In die frei werdende Fläche sollen dann Fahrzeuge bei Gegenverkehr ausweichen können. Gleiches wäre am Ende der Strecke kurz vor der Bahnhofstraße möglich, wo auf der Carrée-Seite eine Anlieferzone geschaffen wird, die meist nur früh oder abends belegt sein dürfte. „Die Situation für den Begegnungsverkehr entschärft sich und die Fußgänger haben eine sichere Querungsmöglichkeit“, nennt Winiecki die Vorteile dieser Lösung. Allerdings fallen dafür sechs Stellplätze weg, was auf wenig Gegenliebe bei den Händlern stößt, die im Vorfeld um ihre Meinung gebeten worden waren. So wurde ihr Vorschlag aufgegriffen, den Taxi-Stand direkt an die Straßenbahnendstelle zu verlegen, was wieder Platz für zwei Stellplätze schaffen würde. Im Sinne der Händler sollen zudem Kunden weiterhin auch vor den Geschäften der Sonnen-Passage parken dürfen. Aber auch dort wird gleich zu Beginn der Einbahnstraße eine Anlieferzone geschaffen, so dass der Bereich des neuen Fußgängerüberweges von Lastern frei gehalten wird. All das soll, bevor es von den Stadträten endgültig beschlossen wird, noch öffentlich diskutiert werden. Hinweise und Kritiken, die dann noch in die Planungen mit einfließen können, können in einer Anlieger- und Einwohnerversammlung geäußert werden. Diese findet am Dienstag, dem 23. März statt und beginnt um 16.30 Uhr in den Rathauskolonnaden.

Olaf Barth

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