Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Schkeuditz Vorweihnachtlicher Trubel in Dölzig
Region Schkeuditz Vorweihnachtlicher Trubel in Dölzig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 12.12.2011
Wenn sich der Weihnachtsmann in Dölzig ankündigt, lassen sich die Bewohner des Ortes nicht lange bitten. Quelle: Alexander Bley
Anzeige
Dölzig

250 Geschenkbeutel verteilte der Weißbärtige am Sonnabend. Die süßen Leckereien sollen die Wartezeit bis Heiligabend verkürzen.

„Weihnachtsmann! Weihnachtsmann!“ riefen die Kleinsten vor dem Dölziger Gemeindezentrum im Chor. Und der ließ sich nicht lange bitten. Auf einer Kutsche kam der Mann aus dem hohen Norden angefahren. Nach dem das Gespann hielt, stellte er sich in Pose, forderte ein Lied von allen Dölzigern ein. Doch da haperte es, weshalb er auch gleich drohend seine lange Rute schwang. „Das muss sich bis Weihnachten bessern“, ermahnte er sein Volk. Aber auch so hievte er die vier prall gefüllten Säcke von dem dicht umlagerten Karren. Weil er sich bei dem Gedränge kaum bewegen konnte, mussten seine Helfer von der Freiwilligen Feuerwehr Dölzig einspringen. Mit einer Bierbank-Barrikade verschaffte n sie dem Weihnachtsmann ein wenig Platz zum Handeln. Schließlich war er nicht nur gekommen, um süße Leckereien unter seinen treuesten Anhängern zu verteilen, sondern vielmehr, um die letzten Wunschzettel einzusammeln, damit die gewünschten Geschenke auch rechtzeitig den Weg bis unter den jeweiligen Baum finden.

In Sachen Logistik ist der Mann aus Himmelpfort ein wahrer Experte. Und so meisterte er auch den Andrang meisterhaft. Jedes Kind am Platz bekam als Dankeschön für die reibungslose Zusammenarbeit einen Beutel mit Süßem und Obst, der das Warten auf die Weihnacht verkürzen sollte. Doch dem nicht genug. Der Herr, der Rot über alles liebt, entzündete auch das Weihnachtsfeuer, bevor er zur Auswertung der Wünsche von dannen schlich.

Seit zehn Jahren greifen die Dölziger dem Weihnachtsmann tatkräftig unter die Arme. „Wir wollten nicht, dass das Dorfleben einschläft“, erklärte Mitorganisator Heiko Leske. Die feurige Idee holten sich die Damen und Herren der Freien Wählervereinigung Dölzig bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, die einst zu Ostern ein geselliges Beisammensein am Feuer organisiert hatten. Das kam gut an, so auch das Weihnachtsfeuer. 25 Personen kümmerten sich bei der zehnten Auflage um das leibliche Wohl der Dölziger, schenkten Glühwein, Jagertee und Kinderpunsch aus. Stockbrot und Roster durften auch nicht fehlen. Besonderer Clou in diesem Jahr: die Schnapsrutsche. Dort konnte mit etwas Geschick der Gauchelwasser-Jackpot geknackt werden.

Die Veranstaltung war nie ein Alleingang der Wählervereinigung. Seit jeher werden die Organisatoren vom Heimatverein, dem Jugendclub, dem Verein zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit, der Freiwilligen Feuerwehr, zahlreichen ortsansässigen Firmen, der Schule sowie dem Hort unterstützt.

Alexander Bley

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das groovt! Kaum ein Musikstil zieht so viele Menschen in die Kirche wie Gospel. 230 Zuhörer wollten sich so Sonnabendnachmittag den fröhlich beschwingten Auftritt des Gospelchores „Open Up Wide“ in der Altscherbitzer Kirche nicht entgehen lassen.

12.12.2011

Bis Mitte nächsten Jahres möchten die Stadtwerke Schkeuditz (SWS) ein Bürgerkraftwerk in Form einer Solaranlage errichten. Die Planungen dazu laufen bereits. Eine Beteiligung soll den Schkeuditzern vorbehalten bleiben.

09.12.2011

In der Radefelder Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt ist die Vorweihnachtszeit eingeläutet. Zu Gast im „Spatzentreff“ nämlich war jetzt der rot-bemäntelte und weißbärtige Geschenkebringer.

09.12.2011
Anzeige