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Schkeuditz Warnstufe 3: Taucha sperrt Parthe-Brücken
Region Schkeuditz Warnstufe 3: Taucha sperrt Parthe-Brücken
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16:51 19.05.2015
Auch diese Parthe-Brücke bei Seegeritz nahe des KWL-Klärwerks wurde gestern gesperrt. Der Fluss ergießt sich bereits ins benachbarte Grundstück. Quelle: Olaf Barth

Auch durch die Schkeuditzer Aue ergießen sich weiterhin Wassermassen, wenn auch weniger. Die B 186 ist aber noch immer überflutet und gesperrt.

Gelbe Rundumleuchte eingeschaltet, rot-weiße Absperrzäune auf der Ladefläche: Sven Tschirschwitz vom Tauchaer Bauhof lenkt den orangefarbenen Kleintransporter auf dem schmalen Weg am Seegeritzer Spielplatz vorbei. Dann stoppt der 46-Jährige und baut in Höhe des Dorfteiches die Sperrung auf. Fortan ist der Weg zur Brücke, die über die Parthe zum Klärwerk der KWL führt, gesperrt. "Es ist zwar noch etwas Platz von der Wasseroberfläche bis zur Brücke, doch unter ihr hängt noch eine Trinkwasserleitung. Dort könnte sich Treibgut verfangen und so das Wasser anstauen", sagte der Bauhof-Mitarbeiter. Das Grundstück nebenan ist aber auch so schon geflutet.

In der Nacht zu gestern hatte die Parthe am Messpunkt Thekla den Pegelstand von zwei Metern geknackt und damit die Hochwasserwarnstufe 3 ausgelöst. Bis gestern Nachmittag stieg der Pegel weiter bis auf 2,04 Meter. Nach den gestrigen Sperrungen sind außer dem Seegeritzer Weg in Taucha laut Stadtverwaltung nun folgende Brücken und Bereiche nicht mehr passierbar: Brücke im Auenweg und das gesamtes Schöppenteich-Areal, Glockentiefe im Bereich Leipziger Straße/Graßdorfer Straße sowie Brücke Zille-Winkel, Brücke Kirchstraße zur Unterführung der B 87, Brücke Am Weinberg, Brücke im Schulweg, Badergasse / Promenade Brücke, bei Cradefeld Brücke im Böttgerweg und Bahn-Unterführung.

"Wir appellieren dringend, die Sperrungen nicht zur Seite zu räumen, um sich so einen Durchgang zu verschaffen. Um der eigenen Sicherheit Willen sowie um eventuelle Rettungsmaßnahmen nicht zu behindern, bitten wir die Bürger, die gesperrten Bereiche nicht zu betreten", sagte gestern Jürgen Rühling vom Tauchaer Bauamt.

Der Schkeuditz Katastrophenstab ist mit seinem Vertreter Frank Wenzel weiterhin eng an die Entscheidungen der Technischen Einsatzleitung Leipzig angebunden. Wie die Stadtverwaltung Schkeuditz informierte, wurde ab 16 Uhr der Katastrophenalarm für Leipzigs Nordraum aufgehoben, doch könne das Nahle-Auslassbauwerk noch nicht geschlossen werden. Allerdings sei dort der Pegel deutlich gefallen. Dadurch gelange wesentlich weniger Wasser in das Poldergebiet bei Kleinliebenau. "Nach der erwarteten Schließung des Nahle-Auslassbauwerks, und nachdem dann auch kein Wasser mehr in den Polder fließt, wird es dennoch einige Zeit dauern, bis die B 186 für den öffentlichen Verkehr wieder frei gegeben werden kann", hieß es in der Schkeuditzer Presseinformation zur Hochwasserlage in der Flughafenstadt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.06.2013

Olaf Barth

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