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Wassergraben um Kirche ist vom Tisch

Wassergraben um Kirche ist vom Tisch

Die künstlerische Gestaltung des Umfeldes der Kleinliebenauer Rittergutskirche nimmt immer konkretere Züge an. Vor kurzem trafen sich an der Kirche die beiden französischen Künstler Veroniqué Faucheur und Marc Pouzol vom Berlin-Pariser Atelier Le Balto mit rund 30 diskussionsfreudigen Interessenten, um bei der Vorstellung des neuen Entwurfs deren Meinungen zu hören.

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Die beiden Künstler Marc Pouzol und Veroniqué Faucher (von rechts) verfolgen aufmerksam die Debatte über ihr vorgestelltes Projekt. Auf dem Boden liegen Skizzen und stehen Eimer mit verschiedenen Kiessorten.

Quelle: Michael Strohmeyer

Kleinliebenau. Zu der Runde gehörten vor allem Mitglieder des Kultur- und Pilgervereins Kleinliebenau, aber auch andere an dem Projekt Interessierte aus dem Ort sowie aus Schkeuditz und Umgebung. Die noch zuletzt diskutierte und auch kritisierte Idee von einem Wassergraben um die Kirche (wir berichteten) steht nicht mehr im Raum. „Der Graben ist vom Tisch. Der abgeänderte Entwurf berücksichtigt viele unserer Vorschläge“, sagte jetzt der Vereinsvorsitzende Henrik Mroska. Aber bei einem besonders gestalteten Weg um die Kirche bleibt es. Lediglich der Friedhof wird nicht so einbezogen, wie ursprünglich vorgesehen, da dies nicht bei allen Beteiligten auf Wohlwollen stieß. Die Form des Weges ist ein dem Grundriss der Kirche nachempfundenes Viereck, das etwas verdreht über die Kirche gelegt und am Boden als Weg, besser als zirka zehn Zentimeter hoher Steg, aufgenommen wird. Vor der Kirche wird dieser Weg zu einer Bank umgestaltet. Auf der anderen Seite, zum Friedhof hin, soll er nun offen sein, so dass auch die letzten Ruhestätten über das Kirchengelände erreichbar sind, erklärte Mroska. In der lebhaften Runde ging es weiter um die einzusetzenden Materialien. Eimer mit verschiedenen Sorten Kies sowie Holzproben standen zur Diskussion. „Wir wollen zum Beispiel Straßenpflaster aus einem anhaltischen Dorf nutzen und generell das moderne Design mit historischen Baustoffen umsetzen“, schildert Mroska die Intention.Am Ende wurde über fast alle Punkte Einvernehmen erzielt. Mroska: „Zu 90 Prozent steht das Konzept, jetzt kommt noch mal ein letzter Entwurf. Ich hatte auch jeden einzelnen aufgefordert, seine Meinung zu sagen. Die Künstler haben nun Grünes Licht erhalten. Ende Mai, Anfang Juni wollen wir mit der Umsetzung des praxisbezogenen Kunst-Projektes beginnen.“Die Künstler selbst fanden sehr schön, dass dieses Projekt so in der Diskussion unter Einbeziehung möglichst vieler Interessierter gewachsen ist. „Das ist bemerkenswert. Die Leute streiten und finden dann doch wieder zusammen in ein Boot“, freute sich Marc Pouzol. Damit ist das gemeinsam mit der Leipziger  Galerie für Zeitgenössische Kunst ins Leben gerufene Vorhaben offenbar auf einem guten Weg. „Jetzt würden wir uns sehr freuen, wenn der Funke auf das Dorf überspringt und die künstlerische Gestaltung im Ort fortgesetzt werden würde“, blickte Mroska voraus. Sein Verein aber könnte das nicht stemmen. Die Bewohner seien nun gefragt.

Olaf Barth

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