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Schkeuditz Wasserrohre von 1933 werden in Papitz ausgewechselt
Region Schkeuditz Wasserrohre von 1933 werden in Papitz ausgewechselt
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01:28 02.06.2018
Strom für die Baustelle der Leipziger Wasserwerke: Die Stadtwerke sorgen per Hubsteiger für Stromfluss, damit neue Trinkwasserrohre in der Wasserturmstraße verlegt werden können. Der Altbestand stammt aus dem Baujahr 1933. Quelle: Foto: Roland Heinrich
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Schkeuditz

Die Leipziger Wasserwerke (LW) wechseln in der Wasserturmstraße zwischen Martin-Niemöller-Straße und Querstraße insgesamt etwa 480 Meter Trinkwasser-Hauptleitung im Gehweg aus. In drei aufeinander folgenden Bauabschnitten soll das passieren. Begonnen wurde vor gut zwei Wochen im nördlichen Teil der Straße.

„Die Trinkwasserleitung stammt aus dem Jahr 1933 und weist mehrere Rohrschäden und defekte Armaturen auf, weshalb sie nun erneuert wird“, informierte LW-Sprecherin Katja Gläß. Die Arbeiten würden voraussichtlich bis September 2018 und unter Vollsperrung der Straße realisiert. „Die Wasserwerke investieren etwa 200 000 Euro“, benannte Gläß die Summe.

Die Stadt nutzt die Gelegenheit: „Wir werden den Gehweg gleich mit sanieren“, sagte Stadtsprecher Helge Fischer. Dazu habe es im Vorfeld Absprachen mit den LW gegeben. Die Baufirma nämlich, die für die LW arbeitet wird auch den Gehwegbau mit übernehmen. „Aus Synergiegründen haben wir beide Aufgaben gemeinsam ausgeschrieben“, bestätigte Gläß.

Ein erster Bereich im ersten Bauabschnitt wird bereits wieder verfüllt. Quelle: Roland Heinrich

Allerdings, so schränkt Stadtsprecher Fischer ein, wird nur der Fußweg westlich der Straße erneuert, also jener, in welchem die Trinkwasserleitungen gewechselt werden. Der Weg war zuvor mit einer Schotterdecke versehen. „Es stimmt, die LW wären zur Herstellung des alten Zustandes verpflichtet“, sagte Fischer. Aber nun, einmal als Baustelle eingerichtet, bekomme der Gehweg nach der Rohrverlegung eine Asphaltschicht. Außerdem sollen Borde angeglichen beziehungsweise reguliert werden. Die Stadt geht von Kosten in Höhe von etwa 80 000 Euro aus, teilte Fischer auf Nachfrage der LVZ mit.

Abgesehen von der Vollsperrung kämmen auf die Anwohner keine größeren Einschränkungen zu. Lediglich bei den Umbindearbeiten an der Rohrleitung wird es notwendig sein, das Wasser kurzzeitig abzustellen, informierte Gläß. „Dies kündigen wir den Anwohnern aber rechtzeitig an.“ Die Anwohner sind sehr freundlich, hieß es auf der Baustelle. „Wir haben sogar schon mal Eis vorbeigebracht bekommen“, sagte ein Mitarbeiter. Immerhin habe ein Thermometer vor Ort schon 40 Grad Celsius angezeigt.

Im zweiten Bauabschnitt würde vorab eine provisorische Trinkwasserversorgung verlegt, da die Trasse der alten Leitung auch für die neue Leitung genutzt werden soll und, weil die betagten Rohre doch sehr schadanfällig seien. Diese provisorische Leitung wollte man sich grundsätzlich eigentlich ersparen. Deshalb wurde im ersten Bauabschnitt die neue neben die alte Leitung gelegt. Doch der Zustand der alten Leitungen sichere keine problemlose Versorgung mehr, wenn in der Nähe gearbeitet wird. Der Zeitplan sei als sportlich zu bezeichnen, hieß es.

Von Roland Heinrich

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