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Wasserwerke schützen Dölzig mit Pumpen

Wasserwerke schützen Dölzig mit Pumpen

Die jüngsten heftigen Niederschläge hatten die Dölziger schon das Schlimmste befürchten lassen. Erst vor wenigen Wochen war es zu Überschwemmungen in Gärten und zur Sperrung der überfluteten Bundesstraße gekommen, weil im Gewerbegebiet das Regenrückhaltebecken die Wassermassen nicht mehr fassen konnte (wir berichteten).

Dölzig. Dank rechtzeitiger Gefahrenabwehr kam es diesmal nicht so weit. Doch nach einer dauerhaften Lösung des Problems wird noch gesucht.

Das derzeitige Sonnenscheinwetter lässt den erst wenige Tage zurückliegenden Dauerregen fasst vergessen. Doch dass nach den Regengüssen noch nicht alles wieder normal ist, verdeutlichen die noch immer laufenden Hochleistungspumpen am Regenrückhaltebecken der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) im Dölziger Gewerbegebiet. Die Maschinen lösten die Technik des Technischen Hilfswerkes und der Freiwilligen Feuerwehr Schkeuditz ab. Denn die Einsatzkräfte mussten an den Regentagen zur Gefahrenabwehr anrücken, damit überlaufendes Wasser nicht wieder für Überschwemmungen sorgt. „Die Zusammenarbeit der Beteiligten, auch mit den KWL und dem Landratsamt hatte sehr gut geklappt“, lobte gestern rückblickend Oberbürgermeister Jörg Enke (FW) das Agieren der alarmierten Kräfte.

Nun sind nur noch die KWL-Pumpen im Einsatz, die Wasser aus dem Becken in den Kanal leiten. „Das Becken soll so weit entleert werden, dass für den nächsten Regen ein gewisser Puffer da ist und wieder Wasser aufgenommen werden kann“, weiß Ortsvorsteher Lothar Böttcher (FWD) und fordert: „Es muss jetzt aber auch eine dauerhafte Lösung gefunden werden. Die Leistungsfähigkeit des Beckens reicht offenbar nicht aus. Dabei ist das Gewerbegebiet zu gut einem Viertel nicht belegt. Was wird das erst, wenn auch diese Flächen versiegelt sind?“ Bis jetzt würden diese landwirtschaftlich genutzten Flächen ja Wasser aufnehmen. Böttcher vermutet, dass ein Planungsfehler oder eine Fehleinschätzung des Bodens vorliegen. Auf jeden Fall müsse die Überflutungsgefahr für die Dölziger und ihre Grundstücke endlich gebannt werden.

Darum bemühen sich die KWL. „Wir wollen perspektivisch eine Lösung finden. Dazu wurde eine Messreihe initiiert, die auf Basis von Daten wie Regenmengen und Botengutachten den Gesamtzustand des Beckens erst fundiert bewertbar macht“, teilte KWL-Pressesprecherin Katja Gläß auf LVZ-Anfrage mit. Erst dann können gegebenenfalls ein Maßnahmeplan erarbeitet werden. „Dies bedeutet aber zugleich, dass bis zur Umsetzung geeigneter Schritte weiterhin Regen aus dem Becken gepumpt werden muss“, so Gläß. Die Kosten für den Pumpen-Einsatzes sowie für den durch die „Starkregen-Havarie“ entstandenen Aufwand würden sich noch nicht beziffern lassen. Für eine kurzfristige Verbesserung der Situation beräumen die KWL das Becken derzeit und befreien es zum Beispiel von Schilf, um das Volumen zu vergrößern. Zudem werde der Damm mit Kies sowie Lehm gesichert und stabilisiert.

Olaf Barth

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