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Wasserwerke starten Großbaustelle

Rätsel um Verkehrskonzept Wasserwerke starten Großbaustelle

Autofahrer müssen in Schkeuditz wohl bald mit einigen Verkehrsbehinderungen rechnen. Was genau auf sie zukommt, dazu gibt es noch keine konkreten Informationen. Fest steht nur: Ab nächsten Monat wird im „Nadelöhr“ Mühlstraße kräftig und lange gebaut.

Ab März wollen die LW in der Mühlstraße Leitungen verlegen.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. In wenigen Wochen beginnen die seit langem angekündigten Bauarbeiten in der Mühlstraße. Diese innerörtliche Bundesstraße 186 soll, wie berichtet, grundhaft ausgebaut werden. Zunächst starten im März die Leipziger Wasserwerke (LW) mit der Verlegung von Ab- und Trinkwasserleitungen. Etwa 550 000 Euro investieren die einstigen Kommunalen Wasserwerke dafür. Im November wollen die LW mit ihren Arbeiten fertig sein.

Schon die Vorbereitung für das eigentliche Straßenbauvorhaben des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) stellt sich als eine Art Großbaustelle dar. Auf etwa 310 Meter Länge wird der Mischwasserkanal mit den Nennweiten 300 und 400 ausgewechselt, informierte LW-Sprecherin Katja Gläß auf Anfrage der LVZ. „Auch etwa die Hälfte aller Abwasserhausanschlüsse werden im öffentlichen Straßenraum ausgewechselt“, ergänzte sie. Außerdem tauschen die LW auf rund 480 Metern Länge auch die Haupt-Trinkwasserleitung aus. Diese neuen Trink- und Abwasseranlagen werden bei dieser Auswechslung zudem an das neue Straßenniveau angepasst, sagte die LW-Sprecherin.

Auch die Stadt Schkeuditz baut: Wie berichtet soll eine Stützmauer in Höhe des Storchenhorstes entfernt und an anderer Stelle neu errichtet werden. Auch, um für die neue Straße mehr Platz zu haben, erfolgt diese Baumaßnahme. Die Kosten der Stützmauer in Höhe von 223 000 Euro trägt Schkeuditz, informierte die Lasuv-Sprecherin Isabell Siebert auf Nachfrage der LVZ. „Für diesen Anteil hat die Stadt im vergangenen April bereits einen Zuwendungsbescheid mit einem Fördersatz von 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten ausgereicht bekommen“, ergänzte sie. Im Juni nun will Schkeuditz anfangen, zu bauen. Momentan befinden sich die für diese Baumaßnahme eingegangen Angebote in der Auswertung, teilte Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler) gestern mit.

Was mit der geplanten Baumaßnahme auf die Autofahrer zukommt, kann bisher jedoch noch nicht gesagt werden. Obwohl der Schkeuditzer Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) bereits Ende Januar zum Abschluss der Planungen des Verkehrskonzeptes informierte, gibt es zu den möglichen Umleitungsstrecken trotz mehrfacher Nachfragen keine Informationen aus der Stadtverwaltung. Als durchaus kompliziert gestaltete sich deren Erarbeitung. Die Lasuv-Sprecherin teilte nun aber mit, dass das Verkehrskonzept für die Errichtung der Stützmauer und die LW-Baumaßnahme bereits bei der Stadt vorliegt. „Wir sind nicht der Bauherr“, begründete Helge Fischer aus der Schkeuditzer Verwaltung und verwies auf die LW. „Es existiert zwar eine Grobplanung. Die Feinplanung zu den Umleitungen ist aber noch in Arbeit“, informierte Gläß von den LW. Sobald diese aber abgeschlossen sei, werde sie erneut informieren. Laut Fischer findet nun am kommenden Montag eine Bauanlaufberatung statt, in deren Ergebnis das Verkehrskonzept zur Baumaßnahme bekannt gegeben werden soll.

Unklar ist allerdings noch, wann mit dem eigentlichen Straßenbau begonnen wird. Erst Anfang des Monats informierte die Lasuv-Außenstelle Leipzig über das diesjährige Bauprogramm. Der Ausbau der B 186 in Schkeuditz ist darin jedoch nicht aufgeführt. „Die geplanten Straßenbauarbeiten einschließlich des Gehwegbaus sollen vorbehaltlich der Baurechtserlangung und Einordnung in das Bauprogramm 2017 erfolgen“, erklärte Siebert. Auf Nachfrage wird auch klar, warum. Noch in Bearbeitung nämlich befindet sich sogar der Vorentwurf des eigentlichen Straßenverlaufs beziehungsweise deren Gestaltung. Informationen der LVZ, dass es in Höhe des Stadtmuseums am südlichen Stadteingang eine die Fahrstreifen teilende Verkehrsinsel geben werde, konnte die Stadt nicht bestätigen. „Die Planungen liegen beim Lasuv“, informierte Fischer. Man gehe davon aus, dass das Lasuv nach vorhandenen Richtlinien baue. Einen Einfluss auf das Aussehen der Straße scheint es seitens der Stadt also nicht zu geben.

Von Roland Heinrich

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