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Wettkampfwehr spurtet über Radefelder Sportplatz

Wettkampfwehr spurtet über Radefelder Sportplatz

Sonne, Sommer - Wettkampftraining: Die Feuerwehrsportler aus Hayna bereiten sich in diesen Tagen trotz der großen Hitze auf ihre nächsten Wettkämpfe vor und nutzen dafür wie am vergangenen Sonntag auch den Sportplatz in Radefeld.

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Der erste Eindruck täuscht, denn hier geht es nicht um fröhliche Wasserspiele, die den Hitzegeplagten etwas Abkühlung bringen sollen. Vielmehr kommen die Mitglieder der Wettkampfwehr Hayna mächtig ins Schwitzen, weil sie auf Zeit das Ausrollen und Ankoppeln der Schläuche üben.

Quelle: Michael Strohmeyer

Radefeld/Hayna. An den Zeitvorgaben werden keine Abstriche gemacht, denn für den perfekten Löschangriff ist Schnelligkeit Trumpf. Dafür müssen mindestens sieben Kameraden am Start sein. So auch beim Training in Radefeld. Die "Sportgeräte" heißen Verteiler, Saugschläuche, Strahlrohr und Wasserförderpumpe. Alles liegt fein säuberlich positioniert auf eine Unterlage. Das Wasser ist bereits in einen vorgeschriebenen, offenen 1000 Liter fassenden Behälter gebunkert. Nach dem Startzeichen rennen die Kameraden los und trainieren so gemeinsam Spurtfähigkeit, Geschicklichkeit und untereinander abgestimmte Handlungsabläufe. Neben dem Sprint über die zirka 100 Meter kommt es auch darauf an, die vorgesehenen Schläuchen auszurollen und mitzunehmen, den Verteiler zu setzen, daran weitere C-Schläuche anzukuppeln sowie mit dem Strahlrohr zu verbinden. Daraus schießt schließlich das Wasser, mit dem der zirka zehn Liter fassende Zielbehälter gefüllt werden muss. Erst dann wird die Stoppuhr gedrückt und die Zeit abgelesen.

Nicht nur einmal mühen sich Sebastian Lorenz und Thomas Gründling, die Saugschläuche so schnell wie möglich zu kuppeln und die Handgriffe zu perfektionieren. Derweil obliegt es Tobias Neubert, die Wasserförderpumpe in Gang zubekommen. Auf der Wettkampfstrecke spurten bereits Christian Peschutter, Stephan Lorenz und Eric Fröhlich samt Schläuchen mit Verteiler und Strahlrohr heran. Alles zusammen soll bis zum Ziel möglichst ohne Zeitverlust geschehn. "Das funktioniert nicht immer optimal. Da spinnt bei Wettkämpfen manchmal die Pumpe oder einer stolpert mal, und schon ist die Zeit im Keller", erzählt Sebastian Lorenz. Deshalb sei wie in jeder Sportart so auch eben beim Feuerwehrsport Training immens wichtig.

Allerdings gehören die Haynaer nachweislich zu den Besten in ihrem Metier. Erst kürzlich kehrten sie von Wettkämpfen beim Harzpokal zurück und hatten fast alle Pokale mit nach Hause gebracht. Und als amtierender sächsischer Landesfeuerwehrmeister will das Haynaer Team dieses Jahr den Titel verteidigen. Zunächst aber wird in dieser Woche der nächste Wettkampf in der Nähe von Magdeburg absolviert. "Wir wollen auch diesen Cup holen, aber leicht wird es nicht", weiß Lorenz. Das geinge nur mit Zeiten unter 20 Sekunden, die aber seien schwer zu erreichen. "Los geht's!" - Lorenz startet einen neuen Löschangriff. Und die Sonne brennt weiter auf die rennenden Kameraden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.07.2013

Michael Strohmeyer

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