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Schkeuditz Widerspruch gegen Stork-Vorhaben
Region Schkeuditz Widerspruch gegen Stork-Vorhaben
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09:40 24.06.2010
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Radefeld

Jetzt hat die Stadt Schkeuditz Widerspruch gegen die Erteilung eingelegt.

„Vorsorglich und um die Frist zu waren haben wir Widerspruch gegen die Baugenehmigung eingelegt“, teilte jetzt Schkeuditz’ Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) auf Anfrage mit. Wie der Pressesprecher des Landratsamtes Nordsachsen, Rayk Bergner, informierte, seien der Stadt die Unterlagen in der 20. Kalenderwoche zugegangen. Diese seien aber noch nicht rechtskräftig gewesen und binnen Monatsfrist hätte ein Widerspruch erfolgen müssen.

„Ob nun bei den Nebenbestimmungen alle Einwände des Ortschaftsrates und der Stadt berücksichtigt worden sind, muss erst noch geprüft werden“, wies Enke auf den Umfang des Schreibens hin. Die Auflagen, die mit dieser Genehmigung verbunden sind und hauptsächlich Lärm- und Staubemissionen beträfen, seien sehr umfangreich, sagte Bergner. Diese Auflagen könnten etwa die Betriebszeiten oder Einhausungen von Recycling-Anlagen betreffen. „Einwände und Bedenken“, die dazu führten, dass sowohl der Ortschaftsrat als auch die Stadt Schkeuditz gegen die Erteilung der Baugenehmigung entschieden, „seien von der Umweltbehörde gründlich geprüft worden“, unterstrich er.

Seit August 2008 will die Umwelt und Recycling Firma Stork in Radefeld bauen. Immer wieder gab es Widersprüche. Die geplante 2,5 Millionen-Euro-Investition wurde von Anwohnern, vom Ortschaftsrat und von der Stadt Schkeuditz abgelehnt. Ein Gutachten und ein zusätzlich gefordertes Gesamtgutachten zur Staub- und Lärmprognose wurde erstellt und führte ebenfalls zu negativen Stellungnahmen. „Wir haben bisher allen lärmhemmenden Maßnahmen zugestimmt“, betonte Bölke.

Ob die Firma Stork nun ihrerseits ebenfalls Widerspruch gegen die erteilte Baugenehmigung oder vielmehr gegen die damit verbundenen Nebenbestimmungen eingelegt hat, will Geschäftsführer Jens Bölke nicht beantworten. „Da dies ein laufendes Verfahren ist, möchte ich mich dazu nicht äußern“, sagte er auf Anfrage.

Derzeit sind in der Interimslösung in Radefeld zwölf Beschäftigte tätig. Sollte gebaut werden, steige die Zahl auf 20 Mitarbeiter an, so der Geschäftsführer. Am Mittwochabend traf sich nun der Technische Ausschuss in einer nichtöffentlichen Sitzung, um über dieses Thema zu beraten. Erst nach erfolgter Prüfung könne gesagt werden, ob Schkeuditz’ Einwände beachtet worden sind, bemerkte Enke. „Dann ist die Zurücknahme des Widerspruchs natürlich möglich“, informierte er.

Roland Heinrich

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