Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Schkeuditz Wie gut ist in Taucha und Schkeuditz das „Fahrradklima“?
Region Schkeuditz Wie gut ist in Taucha und Schkeuditz das „Fahrradklima“?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 29.09.2016
Ordentliche Fahrradständer wie hier an Tauchas Straßenbahnendstelle – das dürfte Pluspunkte beim Test geben. Quelle: Foto: Olaf Barth
Anzeige
Taucha/Schkeuditz

Wie fahrradfreundlich sind eigentlich die beiden Städte Taucha und Schkeuditz? Bisherige Versuche des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Sachsen, dies herauszufinden, schlugen bisher fehl. So nahmen an der letzten Umfrage im Jahr 2014 zu diesem Thema nicht genügend Einwohner teil, um auswertbare Ergebnisse zu erhalten, bedauert Konrad Krause. Sachsens ADFC-Geschäftsführer hofft nun, dass am diesjährigen Fahrradklima-Test auch viele Flughafen- und Parthe­städter teilnehmen.

Im Jahr 2014 hatten gerade mal 17 Schkeuditzer und neun Tauchaer die Fragen des ADFC beantwortet. „Beide Städte haben es deshalb nicht in die Wertung geschafft“, so Krause. Bei den aktuellen Einwohnerzahlen müssten es mindestens jeweils 50 Teilnehmer sein, damit die Kommunen in die Wertung kommen. „Handlungsbedarf für den Radverkehr gibt es erfahrungsgemäß eigentlich fast überall. Mit den Ergebnissen des Fahrradklima-Tests fällt es Kommunalpolitikern und der Stadtverwaltung leichter, bei der Förderung des Radverkehrs an der richtigen Stelle anzufangen. Deshalb sind jetzt die Radfahrer vor Ort gefragt, ihre Meinung zu sagen“, argumentiert Krause.

2014 konnte der ADFC deutschlandweit immerhin über 100 000 Menschen für die Teilnahme am Test bewegen. 468 Städte und Gemeinden schafften es in die Bewertung. Neben Sachsens Großstädten Leipzig, Dresden und Chemnitz hatten es auch Markkleeberg, Eilenburg und Torgau in die Bewertungslisten geschafft. Per PC, Tablet oder mit dem Smartphone können im Internet 27 Fragen beantwortet werden. Zum Beispiel, ob Radfahren in der Stadt mehr Spaß oder Stress bedeutet, ob man als Radfahrer akzeptiert wird, ob viel für den Radverkehr getan wird, ob Autos die Radwege zuparken und die Strecken regelmäßig gereinigt werden oder ob die Ampelschaltungen auf Radfahrer abgestimmt sind. Auch kann auf lokale Probleme gesondert hingewiesen werden.

Krause: „Die Ergebnisse des Tests sind der Gradmesser dafür, wie gut die Bedingungen zum Radfahren in einer Stadt sind. Die Meinung der Radfahrer ermöglicht konkrete Aussagen darüber, ob sich Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs positiv ausgewirkt haben oder Investitionen versackt sind. Der Online-Fragebogen kann bis zum 30. November unter www.fahrradklima-test.de ausgefüllt werden. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2017 präsentiert. Der ADFC-Fahrradklima-Test wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Der Ergebnisse von 2014 sind unter www.adfc.de/fahrradklima-test nachzulesen.

Von Olaf Barth

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Neben der Kleinliebenauer Rittergutskirche steht jetzt ein „hochwohlgeborenen“ Bäumchen. Dem Namen nach hat es adlige französische Wurzeln und soll später reichlich Früchte tragen. Das wünschten sich die Teilnehmer des Erntedankgottesdienstes in Kleinliebenau.

29.09.2016

Die Diskussionen um die Sanierung der Goethestraße in Schkeuditz gehen weiter. Stadträte wollen nun auf die Anwohner zugehen, deren Antrag für eine zeitnahe Fußwegsanierung abgelehnt worden war. Die im August beschlossene Prioritätenliste bleibt vorerst unverändert.

29.09.2016

Im Quartier des Villa-Musenkuss-Vereins in der Weststraße 7 ist jetzt eine neue Ausstellung zu sehen. Die Schau zeigt das Ergebnis eines Projektes, bei dem die Akteure der Musenkuss-Theatergruppe „Bühnenmäuse“ mit dem Fotoapparat durch Stadt und Landschaften streiften

28.09.2016
Anzeige