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Schkeuditz Wildwuchs sorgt für Debatte im Stadtrat
Region Schkeuditz Wildwuchs sorgt für Debatte im Stadtrat
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06:00 18.08.2010
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Schkeuditz

Wie das künftig zu verhindern oder einzudämmen ist, darüber debattierten Schkeuditzer Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung.

„Anfangs vermittelten die Stadtterrassen am nördlichen Eingang von Schkeuditz den Eindruck, in eine ordentliche Stadt zu fahren. Jetzt hat sich dieser Eindruck ins Gegenteil gewandelt“, beschrieb Stadträtin Bärbel Kinski (FW) ihre Beobachtung, wenn sie auf das Grün entlang der Bahnhofstraße am Gelände der ehemaligen Malzfabrik schaut. Das sei nicht mehr schön gepflegt. Ähnlich kritisch äußerte sie sich betreffs der Anpflanzungen an der Lärmschutzwand des Hortgeländes. Dort wiederum seien außerdem in der Hitzeperiode Pflanzen vertrocknet. Werner Dreßler (FW) pflichtete Kinski bei: „Die Leute ärgern sich. So geht das nicht weiter, da muss eine Lösung gefunden werden.“ Da die komplette Pflege der Grünanlagen in kurzen Abständen vom städtischen Betrieb Technischer Service Schkeuditz (TSS) objektiv nicht zu schaffen sei, regte Dreßler an, für Betriebsleiter René Froehlich einen Schwerpunkt-Plan auszuarbeiten, in dem ähnlich wie in der Winderdienstsatzung festgeschrieben steht, wo unter Berücksichtigung personeller und technischer Möglichkeiten der Einsatz zu erfolgen hat.

Auf die von Kinski geäußerte Kritik erwiderte Bauamtsleiter Wolfgang Walter, dass sich die genannten Flächen noch in Gewährleistungspflege jener Firmen befinden, die die Anlagen hergerichtet hatten. „Hier sind zwei Pflegegänge pro Jahr vereinbart, einer wurde bereits durchgeführt. Gehen Pflanzen ein, werden sie von der Firma ersetzt“, so Walter. Zudem verwies er darauf, dass es gerade auch an der Lärmschutzwand wiederholt zu Vandalismus kam und Pflanzen einfach herausgerissen wurden.

Auf mehr freiwilliges bürgerliches Engagement will Lothar Böttcher (FWD) setzen. „Bei uns in Dölzig nimmt der Heimatverein eine Fläche in Pflege. Für ein Rondell hat sich auch eine Familie zur Pflege bereit erklärt. Wir hatten schon lange den Zustand der Grünflächen bemängelt“, sagte der Dölziger Ortsvorsteher. Laut Oberbürgermeister Jörg Enke (FW) hat es aber auf das öffentliche Angebot zum Abschluss von Pflegeverträgen (wir berichteten) bisher kaum Resonanz gegeben.

„Die Diskussion zeigt, dass wir mit unserem Antrag richtig liegen“, warf Burkhard Schannewitzki (CDU) ein. Denn sein Parteifreund Manfred Putzke hatte für die Fraktion noch vor der Debatte beantragt, den Baubeschluss zum Stadteingang Nord an der ehemaligen Malzfabrik zu ändern. Demnach soll die geplante Umgestaltung zu einer Parkanlage auf eine „mit Maschinen zu pflegende wartungsarme bis -freie Mischwaldbepflanzung“ reduziert werden. Durch die Anordnung von Nadelhölzern soll auch im Winter ein gewisser Lärmschutz geboten werden. Hinzu kämen die Erneuerung des Geländers, die Ergänzung der Einfriedung sowie die Montage der Leuchtschrift „Malzfabrik Schkeuditz“. Auf Treppen, Wege und andere Gestaltung sollte verzichtet werden, da Publikumsverkehr nun nicht mehr vorgesehen sei. Alles zusammen würde Kosten sparen helfen und die Pflege der Fläche vereinfachen, so die CDU. Ob die Mehrheit dem Antrag folgt, wird spätestens die Abstimmung im Stadtrat zeigen.Olaf Barth

Olaf Barth

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