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Schkeuditz Wohnkreislauf ist geschlossen
Region Schkeuditz Wohnkreislauf ist geschlossen
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05:00 31.03.2011
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Schkeuditz

Mit Unterstützung der Schkeuditzer Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH (SWV) war dies damals möglich. „Jetzt haben wir den Versorgungs- oder Betreuungskreislauf quasi geschlossen“, freut sich Kulisch erneut.

Mit Beginn dieses Jahres nämlich stehen sechs Plätze mit ambulanter Betreuung zur Verfügung. „Das heißt, der Klient wohnt in einer eigenen Wohnung und erhält von uns Unterstützung, wie er sie selbst anfordert“, erklärt der Sozialpädagoge. Bei der Außenwohngruppe sei noch die Wohngemeinschaft der Mieter und Betreiber des Hauses, beim betreuten Wohnen handele es sich um die Wohnungen des jeweilig Betreuten. „Zwei Plätze sind mit Klienten von uns belegt. Beide haben den Schritt aus der Außenwohngruppe in die eigene Wohnung geschafft, nachdem sie zuvor in unserer Kerneinrichtung waren. Gerade hier, bei diesen beiden Fällen, ist zu sehen, wie wichtig dieser Wohnkreislauf ist“, sagt Kulisch und die Freude über die Möglichkeit, den Weg hin zu immer mehr Selbstständigkeit bieten zu können, ist ihm anzusehen. „Dieses Angebot gibt es im Rahmen der Behindertenhilfe in Schkeuditz so nicht“, unterstreicht Kulisch auch die Bedeutung für die Stadt. Der nächste Schritt sei dann die komplette Eigenständigkeit.

Dass es in der Zukunft auch mehr als sechs Plätze in der ambulanten Betreuung geben werde, hält Kulisch durchaus für denkbar. Neben den beiden belegten Plätzen seien schon zwei weitere Anfragen eingegangen. „Und von vier bis sechs ist es dann kein großer Schritt mehr“, berichtet Kulisch, ergänzt aber, „doch zunächst sind die sechs angebotenen Plätze in der Planung“. Nun müsse die Entwicklung zeigen, wie die Nachfrage sei. Auch bedürfe es bei Angebotserweiterungen immer der Absprache mit dem Träger, der Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental.

Die ambulante Betreuung steht nicht allein den Klienten der Elstertal-Gemeinschaft zur Verfügung. Die beiden Anfragen seien von momentan eigenständig Wohnenden. „Wir wollen mit der ambulanten Betreuung den Schritt in die Außenwohngruppe vermeiden. Die Klienten können in ihrer Wohnung bleiben. Das bringt Vorteile für alle Beteiligten“, ergänzt Kulisch. Natürlich gebe es auch Schwierigkeiten. Klienten, die in der Stadtinsel untergebracht waren, mussten wieder in den stationären Bereich. „Das ist das Leben“, sagt der Gemeinschaftsleiter. Es ginge um die Möglichkeit, Varianten der Betreuung anbieten zu können. Wenn es nicht gleich klappe, dann womöglich zu einem späteren Zeitpunkt.Eine personelle Aufstockung musste hier nicht erfolgen, ergänzt der Wohngemeinschaftsleiter.

Die ambulante Betreuung geht einher mit einem breiten Beratungsangebot, erwähnt Kulisch noch. Zu Themen, die dem Klienten wichtig sind, gibt es Informationen.

Roland Heinrich

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