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Schkeuditz Wolteritzerin berichtet über ihre Familie
Region Schkeuditz Wolteritzerin berichtet über ihre Familie
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17:41 19.05.2015
Ein Buch mit Geschichten auch aus Wolteritz und Gerbisdorf. Quelle: Olaf Barth

"In dem Buch spielen die Orte Wolteritz, Gerbisdorf, Günteritz und Klitschmar eine große Rolle. Das ist für die Bewohner dieser Region sicher interessant", sagte Gisela Pekrul. Die 69-Jährige verließ 1968 Wolteritz Richtung Schwerin. Regelmäßig kommt sie aber noch in ihre alte Heimat und besucht auch das Grab ihres Vaters Paul Grabs in Wolteritz. In dem Buch sind einige alte Fotos aus den Orten enthalten.

Den in Niederschlesien aufgewachsene Grabs verschlägt es nach zwischenzeitlichen Stationen in Kötzschenbroda, Dohna und Halle/Saale nach Klitschmar, wo er eine Anstellung bei der dortigen Großbäckerei erhält. Er gründet eine Familie und erwirbt ein Siedlungshaus in Wolteritz. Später arbeitet er im Rackwitzer Leichtmetallwerk und beim Bäcker Kohlmann in Gerbisdorf.

Ein titelgebender Anlass für das Buch ist aber auch Grabs' Tätigkeit Anfang der 50er Jahre als Wismutkumpel in der Grube von Oberschlehma. Denn dort ereignete sich am 18. Januar 1955 ein Unfall, der den Bergmann zu einer ganz persönlichen und mutigen Entscheidung zwang. Grabs verhinderte ein größeres Unglück, aber nur um den Preis eines großen Verlustes für seine Familie. Denn der Wolteritzer selbst überlebte nicht. Ihm setzen Pekrul und Möckel ein literarisches Denkmal und beschreiben damit zugleich ein fesselndes Zeitbild über ein Familienleben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

iKlaus Möckel, Bäckerbrot und Bergkristall, 232 Seiten, 12,80 Euro, ISBN: 978-3-86394-804-7 / www.edition-digital.com

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.03.2013

Olaf Barth

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