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Schkeuditz Zahl der Straftaten stabil
Region Schkeuditz Zahl der Straftaten stabil
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00:37 04.07.2015
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Schkeuditz

Bevor er einen Blick in die Statistik gewährte, beschrieb er die momentane Situation. "20 Prozent der Einwohner wohnen auf 80 Prozent der zu betreuenden Fläche. Für Leipzig gilt der umgekehrte Fall. Das stellt mich logistisch immer vor große Herausforderungen", sagte Palitzsch. Grund sei unter anderem auch, dass es noch keine zentrale Immobilie gibt. Planung gibt es dafür (die LVZ berichtete). Aber: "ich gehe von einer Bauzeit von fünf bis sieben Jahren aus", sagte Palitzsch. Er werde die Fertigstellung in seiner Dienstzeit wohl nicht mehr erleben. "Geht der Neubau zu lasten dezentraler Standorte?", wollte SPD-Stadtrat Jens Kabisch wissen. "Nein. So lange ich im Amt bin, wird Schkeuditz als Standort erhalten bleiben", antwortete der Polizeidirektor. Es sei keinem Schkeuditzer oder Tauchaer zuzumuten, derartige Wege zurückzulegen.

Schwerpunkte der Polizeiarbeit stellen der Flughafen, die Neue Messe und das Russische Konsulat dar, zählte Palitzsch auf. Zunehmend binde die Asyl- und Ausländerproblematik mit Unterkünften, Erstaufnahmeeinrichtung und auch mit Legida und Nolegida Einsatzkräfte. "Die meisten Straftaten passieren im Zentrum von Leipzig und hier am häufigsten Diebstähle", sagte er. Insgesamt seien es 2014 im Zuständigkeitsbereich 109 000 Straftaten und damit 9,6 Prozent mehr als im Vorjahr gewesen. Die derzeitige Tendenz für 2015 zeige einen Straftatrückgang von etwa elf Prozent.

In Schkeuditz stelle sich die Situation außergewöhnlich stabil dar. Seit 2010 gibt es bis auf eine Ausnahme pro Jahr etwas mehr als 1700 Straftaten. Der Flughafen ist in dieser Statistik enthalten, macht entgegen der Vermutungen aber keine relevante Größe aus, sagte Thomas Finsch vom Schkeuditzer Revier. Die aufgeklärten Fälle nahmen im gleichen Zeitraum um ein Drittel ab. Von 1001 Fällen ging es runter auf 767 Aufklärungen. Ob das mit fehlendem Personal zusammenhänge, beantwortete Palitzsch mit: "Das kann man so sehen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.07.2015
Roland Heinrich

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