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Schkeuditz Zeitpunkt einer Mahnmalerrichtung ist ungewiss
Region Schkeuditz Zeitpunkt einer Mahnmalerrichtung ist ungewiss
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08:55 23.09.2010
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Schkeuditz

Dies teilte gestern Bürgermeister Manfred Heumos (CDU) auf LVZ-Anfrage mit. Grund für die Verzögerung sei ein langwieriges Befürwortungsverfahren beim Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK). „Leipziger Projekte, die ähnlich geartet waren, haben Jahre auf die Genehmigung gewartet“, informiert Heumos. Diese Aussage habe er von Günter Schmidt erhalten, der im VDK Vorstandsmitglied und mit dem Altscherbitzer Vorhaben betraut ist. Für eine direkte Anfrage war Schmidt nicht erreichbar.

Bei dem Entwurf „Der Mantel des Schweigens“, der, wie Heumos bestätigte, der favorisierte ist, liegen die vorhandenen Grab-Nummernsteine unter einem metallenen, gewellten Mantel. Auf diesem sollen die Namen der 2060 Opfer eingraviert sein. Als Standort des Mahnmals wird eine Fläche westlich des Hauptweges in der Nähe des Friedhofseingangs ins Auge gefasst. Entworfen hat dieses Mahnmal die Leipziger Landschaftsarchitektin Cathleen Ein-enkel-Schwager.

Der VDK müsse seine Zustimmung oder Befürwortung erteilen, da diese der Beantragung von Fördermitteln mit beigelegt werden soll, erklärt Heumos diese Notwendigkeit. „Sonst könnte ja jeder einen solchen Antrag stellen“, sagt er. Eine weitere Zustimmung, nämlich die des Grundstückeigentümers müsse ebenfalls noch eingeholt werden. Diese vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) zu bekommen, sehe Heumos als unproblematischer an.

Eigentlich sollte das Vorhaben der Stadt in der letzten Woche im Stadtrat beschlossen werden. Auf der Tagesordnung fehlte die Beschlussvorlage aber. An der Finanzlage der Stadt kann dies aber nicht liegen. „Für das Vorhaben muss die Stadt kein Geld in die Hand nehmen“, bestätigt Heumos. Lediglich ein geringer Verwaltungsaufwand wäre von der Stadt zu leisten. Die zu beantragende Förderung würde bei Bewilligung 100 Prozent der Kosten betreffen.

Die Bestattung der Euthanasie-Opfer auf dem Anstaltsfriedhof erfolgte ohne Grabstein. Zur Kennzeichnung der Gräber dienten Nummernsteine aus gebranntem Ton, die derzeit in der Festhalle lagern. Nach Ablauf des Liegerechtes wurden die noch vorhandenen Grabhügel Ende der 1960er-Jahre eingeebnet und die Nummernsteine abgeräumt und später gar als Wegbegrenzung verwendet.

Roland Heinrich

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