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Schkeuditz Zentraler Platz in Radefeld soll strukturiert werden
Region Schkeuditz Zentraler Platz in Radefeld soll strukturiert werden
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17:21 13.09.2018
Die Hecke am Spielplatz in Radefeld soll zum Spielplatz hin versetzt werden. Anwohner hatten hier die von der Straße aus fehlende Übersicht bemängelt. Kinder könnten plötzlich auf der Straße auftauchen. Quelle: Foto: Roland Heinrich
Schkeuditz

Gut 20 Radefelder – vornehmlich Anwohner am Oberen Anger – besuchten am Dienstagabend die jetzt zweite Bürgerinformation zur Um- oder Neugestaltung des zentralen Platzes im Ort. Bereits im Mai hatte es eine erste Informationsveranstaltung gegeben (die LVZ berichtete). Die Stadt Schkeuditz hatte nun erneut zur Diskussion geladen, schließlich geht es laut Ortsvorsteherin Birgit Gründling um das „Herz“ von Radefeld. Wieder mit dabei war Christine Schiemann vom gleichnamigen Planungsbüro. Landschaftsarchitektin Jana Pöhlandt vom Büro begleitete sie.

„Ich freue mich über das rege Interesse“, begrüßte Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU) die Gäste, die nicht mehr so zahlreich wie bei der ersten Veranstaltung Platz genommen hatten. Bergner erwähnte, dass es fester Wille der Verwaltung sei, die Umgestaltung des Dorfangers mit in die Haushaltsplanungen aufzunehmen. „Für das Vorhaben ist natürlich noch ein Stadtratsbeschluss notwendig“, schränkte Bergner ein. Dann übernahm Schiemann und erläuterte, was Bestandteil der Vorstellung des ersten Planung sein wird. Es gehe um die Grundstückszufahrten, um die Gehwege sowie um das Parken. „Das Thema der Oberflächenentwässerung und der beiden Teiche lassen wir heute außen vor, weil noch Abstimmungen mit den Leipziger Wasserwerken laufen“, begründete Schiemann.

„Ich hatte Ihnen im Mai eine Aufgabe gegeben: Was soll mit dem Kirschhäuschen werden?“, fragte die Planerin dann. Nach der Ausführung eines Anwohners, dass es sich um eines der ältesten Gebäude im Ort handele, kam dessen Vorschlag, ein Informationshäuschen daraus zu machen. Da weitere Ideen fehlten und sogar der Einwand kam, das marode Häuschen doch abzureißen, übergab Schiemann zunächst an die Landschaftsarchitektin Pöhlandt. Sie hatte sich mit der ersten Planung beschäftigt.

„Derzeit gibt es keine einheitliche Struktur“, sagte Pöhlandt. Beton, Asphalt und Schotter wechselten sich ab, es gebe keine definierten Bereiche. Nun sei der Plan, vor jedem Grundstück am Anger eine Einfahrt zu pflastern. „Unser Vorschlag ist eine Natursteinpflasterung, für größere Bereiche auch wegen der Kosten würden sich Betonsteine anbieten“, meinte die Planerin. Für die Gehwege soll eine sandgeschlemmte Schotterdecke mit Natursteineinfassung Verwendung finden. Nach etwas Protest aus den Reihen fügte Pöhlandt hinzu: „Es ist nicht so, dass da nur Dreck hingeschüttet wird.“ Es gebe einen richtigen Unterbau für die Schotterschicht.

Der Vorplatz vor dem Friedhof soll genauso strukturierte Parkflächen erhalten, wie der Müllcontainerplatz. Letzterer soll vom Beton befreit werden und stattdessen einen Untergrund erhalten, der auch Wasser versickern lässt. Parkflächen in Einfahrten sind nur vorgesehen, wenn die Einfahrt mehrere Häuser bedient. Die Anwohner wiesen darauf hin, dass im Plan noch eine Zufahrt fehlt und eine nicht an der richtigen Stelle eingeplant ist. Auch der Hinweis, dass an den Gehweg Beleuchtung gehöre, kam.

Zum Kirschhäuschen und zu etwaigen Festflächen, die bei einer Aufforstung dann auch nicht bepflanzt werden dürften, gab es spärliche Reaktionen. Das Häuschen könne eventuell als Bienenquartier dienen oder eine andere tierische Nutzung erfahren, hieß es. „Müssen wir das dann kaufen oder pachten?“ lautete eine Frage zum Häuschen, die konkret nicht beantwortet wurde. Vielleicht könne man andere Vereine befragen, ob sie es nutzen wollen, lautete ein weiterer Vorschlag.

Von Roland Heinrich

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