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Schkeuditz Zerstörung am Apelstein in Schkeuditz
Region Schkeuditz Zerstörung am Apelstein in Schkeuditz
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00:17 30.01.2016
Dieser Gedenkstein wurde komplett zerstört. Quelle: Foto: Roland Heinrich
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Schkeuditz

Für Aufregung sorgte jetzt eine Meldung, die vom Sächsischen Krankenhaus (SKH) Altscherbitz an die Stiftung Grafschaft Glatz/Schlesien geschickt wurde: „Zerstörung des Apelsteins 44!“ Nur noch steinerne Reste dieses hier aufgestellten Gedenksteins sind aus dem Gleisbett der Straßenbahn geholt worden, hieß es weiter. Doch jetzt kann Entwarnung gegeben werden: Nicht der in Erinnerung an die Schlacht bei Möckern auf dem SKH-Gelände aufgestellte Stein ist ein Opfer von Vandalismus geworden, sondern ein 2013 aus Anlass einer Komplettsanierung hinzugefügter Stiftungs-Stein. Auf diesem kleineren Stein war auf einer Gedenktafel zu lesen, wer die Restaurierung veranlasst hat.

Zum Gedenken an die Völkerschlacht bei Leipzig im Jahr 1813 wurden an wichtigen Orten der Kämpfe auf Veranlassung von Theodor Apel (1811-1867) die sogenannte Apelsteine aufgestellt. Der Leipziger Schriftsteller ließ 44 dieser Steine in den Jahren 1861 bis 1864 aus eigenen Mitteln finanziert errichten. Sechs weitere wurden danach aus privater Hand, aus einer Stiftung Apels und von Vereinen errichtet. Insgesamt gibt es in Leipzig und der Umgebung 50 solcher Denkmale.

Der Schkeuditzer Stein erinnert an die „letzte Rast der schlesischen Landwehr in der Nacht vom 15. zum 16. Oktober 1813 vor der Schlacht bei Möckern“, ist auf dem Stein zu lesen. Unter dem preußischen Generalleutnant Johann David Ludwig Graf von York waren 21 500 Mann vor Ort. Am 16. Oktober 1813 standen in der Schlacht bei Möckern Teile der preußischen Linieninfanterie, Einheiten der schlesischen Landwehr, Mecklenburger Husaren und Thüringer Freiwillige den Truppen Napoleons gegenüber und konnten den Sieg davontragen.

Die Stiftung Grafschaft Glatz/Schlesien mit Sitz in Lüdenscheid hatte die Sanierung des Gedenksteines veranlasst, weil auch aus der Grafschaft Glatz Vorfahren bei den Truppen kämpften. „Wir sind erleichtert, dass der Apelstein nach wie vor steht. Ob wir unseren Gedenkstein wieder erneuern werden, müssen wir noch entscheiden“, sagte Eva Peek-Mai von der Stiftung.

Von Roland Heinrich

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