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Schkeuditz Zu teure Ampeln zwingen zum Umdenken - Neugestaltung des Rathausplatzes überarbeitet
Region Schkeuditz Zu teure Ampeln zwingen zum Umdenken - Neugestaltung des Rathausplatzes überarbeitet
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16:35 19.05.2015

Ein Beschluss des Technischen Ausschusses (TA) bestätigte einstimmig die Überarbeitung der Planungen.

Erneut trat am Dienstagabend Landschaftsarchitekt Dirk Seelemann vom gleichnamigen Markkleeberger Büro vor die TA-Mitglieder, um das Umbauvorhaben des Rathausplatzes vorzustellen. Wesentlich anders aber waren seine jetzigen Ausführungen im Vergleich zu Ende April. Da hatte der TA ebenfalls einstimmig schon einmal die Umgestaltung beschlossen, die jetzt allerdings noch einmal überarbeitet wurde.

Den Grund für diese Überarbeitung lieferte die veränderte Verkehrsführung der ersten Neugestaltungspläne. Vier zusätzliche Ampeln ­wären für das Überqueren der Straßenbahngleise notwendig geworden. Dies seien die Forderungen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) gewesen, berichtete Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler) von Beratungen mit dem Unternehmen. Rund 120 000 Euro hätten allein dafür zusätzlich in die Hand genommen werden müssen. Das Geld hat die Stadt nicht, weshalb jetzt umgeplant wurde.

Erst im Zusammenhang mit dem Neubau der Drei-Feld-Sporthalle am Gymnasium waren in der Lessingstraße Sicherungsanlagen - also eventuell auch Ampeln - an den Straßenbahngleisen gefordert worden. Begründung ist hier ein erhöhtes Verkehrsaufkommen im Zusammenhang mit der Nutzung der Halle (die LVZ berichtete) und damit eine Zunahme der Gleisüberquerungen. Die Planungen am Rathausplatz sahen mit dem veränderten Verkehrsfluss dann gleich zwei zusätzliche Kreuzungen von Schiene und Verkehr vor. Ob hier eine erneute Forderung nach Sicherungsanlagen nicht vorhersehbar war, verneinte gestern Stadtsprecher Helge Fischer auf Nachfrage der LVZ. "Die Anforderungen der LVB haben sich geändert", begründete er.

Mit der jetzt überarbeiteten Variante hat sich auch die Reihenfolge der drei geplanten Bauabschnitte geändert. "Im September wollen wir mit dem zweiten Abschnitt beginnen und im Oktober, vielleicht auch Anfang November, fertig sein", sagte Seelemann. "Die Ausschreibungsergebnisse erwarten wir im Juli. Die Auftragsvergabe soll im August erfolgen", ergänzte der Landschaftsarchitekt zum Zeitablauf. Damit können für dieses Jahr zur Verfügung stehende Mittel aus dem Stadtsanierungsprogramm effektiv eingesetzt werden, erklärte Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler).

Der zweite Abschnitt, der jetzt angegangen wird, war im April für noch für 2015 geplant. Dafür gab es auch eine Begründung: Die Bauverzögerung beim Pflegeheim der Volkssolidarität. Gegenüber jenes Heims bis in den Fußgängerbereich direkt am Neubau reicht der zweite Bauabschnitt. Nun werde der Fußgängerbereich zunächst provisorisch errichtet und nach Fertigstellung des Hauses beendet. Der öffentliche Bereich um die Straßenbahnhaltestelle herum soll an die Oberflächengestaltung des Rathausplatzes mit Granitoidplatten angepasst werden.

Beim neuen Gestaltungsplan spart sich die Stadt den Ausbau der Straße vor dem Bürgeramt, da der nur für den neuen Verkehrsfluss notwendig gewesen war. Auch der zentrale Bushalt fordert jetzt keine zusätzliche Fläche vom benachbarten Stadtpark. "Es findet kein Eingriff in den Park statt", sagte Seelemann. Damit bleiben vier Bäume, die zuvor gefällt werden sollten, stehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.06.2013

Roland Heinrich

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