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Schkeuditz Züchter fiebern Jubiläen entgegen - 2013 Kreisschau im Dorf
Region Schkeuditz Züchter fiebern Jubiläen entgegen - 2013 Kreisschau im Dorf
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13:00 30.05.2011
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Dölzig

Denn hier nutzte Vereinschef Hans-Joachim Steinberg die Gelegenheit, aus dem Leben des Geflügelzuchtvereins (GZV) Dölzig 1947 zu berichten. Doch das Positive überwog: „Bis auf eine Ausnahme haben wir es geschafft, seit der Gründung jedes Jahr eine Geflügelzuchtausstellung auf die Beine zu stellen. Das schweißt zusammen. Unser Verein hat sich stabilisiert.“ Steinberg betonte, dass der Verein mit den Ausstellungen eine wichtige Tradition für das dörfliche Leben darstelle und er sich deshalb gern bei Festen im Ort einbringe. So wie kürzlich beim Heimatfest, als der GZV ein Wettkrähen der Hähne veranstaltete (LVZ berichtete). Erhardt Zeinert vom Verein ergänzte, dass es wichtig ist, Kinder an das Hobby heranzuführen. Er appellierte an Eltern und Großeltern, bei den Kindern die Begeisterung für die Tiere zu wecken. Sonst drohe später den Dölzigern das, womit andere Vereine in der Umgebung jetzt schon zu kämpfen haben: Aufgrund von Überalterung der Mitglieder können keine Zuchtschauen mehr auf die Beine gestellt werden und das Vereinsleben stirbt. „Wir stehen den Zuchtfreunden aus Lützschena, Markranstädt, Schkeuditz oder Miltitz natürlich offen“, bietet Zeinert an. Dölzig hat zwei Kinder im Verein. Von sechs bis 90 Jahre reicht die Altersstruktur. Damit das Interesse bei Kindern weiter gefördert wird, will der Verein demnächst einen befreundeten Züchter aus Taucha einladen. „Er hat einen Schlüpfbrüter aus Glas, da kann man die Jungtiere beobachten, das ist für die Kinder immer besonders interessante“, berichtete Zeinert.

Im Februar 2012 wollen die 25 Mitglieder den 65. Geburtstag des Vereins feiern und sehen sich dafür gut aufgestellt. Ein Jahr später will man anlässlich der 65. Dölziger Ausstellung sogar erstmals die Leipziger Kreisschau in den Schkeuditzer Ortsteil holen. „Das würden 600 bis 700 Tiere sein, doppelt so viele wie bisher. Für das Dorf wäre das eine Attraktion“, blickte Steinberg voraus. Der Kreisverband habe bereits zugesagt, das zweite November-Wochenende 2013 stehe als Termin schon fest. Steinberg betonte, dass es für die Züchter nicht nur um die Schönheit der Tiere gehen, sondern auch um deren Leistungsvermögen.

Doch auch die Sorgen und Nöte schilderte Steinberg. So habe er kein Verständnis für Zeitgenossen, die aufs Land ziehen, dann aber gegen den Nachbarn klagen, weil dessen Hahn zu laut kräht. „Das macht es Züchtern nicht leichter. Hinzu kommen die zunehmende Zahl von Raubvögeln sowie Krähen und Elstern, die den Züchtern die Nachzuchten rauben. Entweder man leistet sich zur Aufzucht als Schutz Volieren oder man hört auf.“ Doch letzteres kommt für die Dölziger nicht infrage, denn sie haben zum 65. Geburtstag und darüber hinaus noch viel vor.

Olaf Barth

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