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Schkeuditz Zukunft des Gasthofes Kleinliebenau ungewiss
Region Schkeuditz Zukunft des Gasthofes Kleinliebenau ungewiss
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12:36 10.12.2009
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Kleinliebenau

Doch die Zukunft des Gasthofes Kleinliebenau ist ungewiss. Eine Zwangsversteigerung scheiterte.

Genau 300000 Euro beträgt inklusive des Inventars der Verkehrswert des Gasthofes Kleinliebenau. Nachzulesen im Amtsblatt des Landkreises Nordsachsen vom 16. Oktober, das auch den 3. Dezember als Termin zur Zwangsversteigerung des Gebäudes in der Gutshofstraße 7 veröffentlicht hatte. „Der Termin wurde eingestellt weil kein Gebot abgegeben worden war“, sagte nun Stefan Blaschke, Pressesprecher beim Amtsgericht Leipzig, auf LVZ-Anfrage. Ein neuer Termin, voraussichtlich im ersten Quartal nächsten Jahres, werde noch bekannt gegeben. Antje Schrönner zuckt da nur mit den Schultern: „Wir verfolgen mit Interesse das Geschehen. Beeinflussen und ändern können wir es nicht. Auch kaufen ist für uns keine Option“, sagte die Pächterin und Betreiberin des Gasthofes. „Wir werden aber trotzdem weiter mit einer guten Gastronomie für unsere Gäste da sein“, verspricht die 44-Jährige. Ende der 1990-er Jahre hatten die Schkeuditzer Geschäftsleute Aloys und Ingrid Bockholt hier investiert und den Gasthof vor dem Verfall gerettet und verpachtet. Nach mehreren Betreiber-Wechseln wurde er im Mai 2007 von Antje und Thoralf Schrönner neu eröffnet.

Jetzt steht das 1823 erbaute und denkmalgeschützte Haus unter der Zwangsverwaltung von Rechtsanwalt Michael Frege. „Das Verfahren ist nichtöffentlich. Deshalb darf ich zu den Inhalten nichts sagen“, gab der Jurist keine Auskunft darüber, wie es nun weiter gehen könnte. „Wir sind ja auch nur für die Bewirtschaftung durch Vermietung und Verpachtung zuständig. Alles andere obliegt dem Rechtspfleger am Amtsgericht im Zuge der Zwangsversteigerung“, so Frege.

Unabhängig von den juristischen Fragen hoffen die Kleinliebenauer, dass ihnen der Gasthof erhalten bleibt. In dem 155 Einwohner zählenden Dorf (Stand: Ende 2008) ist er im Ausflugsziel Auenlandschaft wie die Domholzschänke oder Schlobachshof ein beliebter Treffpunkt für Radtouristen und Wanderer. Vereine wie die Kulturpilger oder Parteien und Kommunalpolitiker treffen sich hier zu ihren Sitzungen. Auch für Bürgerversammlungen ist das Gasthaus die erste Adresse. „Der Gasthof ist ein kulturelles Zentrum, wichtig für das Leben im Dorf. Er wird als Gaststätte und Ausflugslokal angenommen. Es wäre gut, könnte er weitergeführt werden. Und es ist der einzige Ort, an dem wir hier Zusammenkünfte organisieren können“, sagte Ortsvorsteher Lothar Böttcher.

Olaf Barth

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