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Taucha 1,4 Millionen Euro Mehreinnahmen bei Gewerbesteuern in Taucha
Region Taucha 1,4 Millionen Euro Mehreinnahmen bei Gewerbesteuern in Taucha
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09:00 15.12.2011
Taucha liegt im Steuerplus. Ob das kräftig genug ist, doch noch die Mittelschule auszubauen, ist noch ungewiss. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Mit „hoher Wahrscheinlichkeit“, sagte der Stadtchef, werde die Stadt in diesem Jahr 1,4 Millionen Euro Gewerbesteuern mehr einnehmen, als im Etat für dieses Jahr geplant. Anstelle von 2,8 Millionen Euro komme Taucha damit auf 4,2 Millionen Euro, so Schirmbeck. Den Grund sieht er in der breiten Streuung des Tauchaer Gewerbes, das „relativ stabil“ geblieben sei.

Er warnte davor, das positive Ergebnis so ein einfach hochzurechnen auf die Folgejahre. „Bei der Gewerbesteuer weiß man bis kurz vorm Jahresende nie, wo man ankommt“, sagte er. Hintergrund: Die Firmen müssen Vorauszahlungen auf zu erwartende Gewinne machen, können im Nachhinein bei schlechter Ertragslage aber auch gezahlte Steuern zurückfordern. „Bei den abschließenden Bescheiden befinden wir uns derzeit im Jahr 2007“, erläuterte Schirmbeck die schwierige Situation.

Die Kämmerei sei derzeit dabei zu analysieren, ob es sich bei den Gewerbesteuern eventuell um Einmal- oder Sondereffekte handele, oder eine dauerhafte Verbesserung der Situation. Schließlich habe schon im Vorjahr die Gewerbesteuer mit 3,4 Millionen Euro mehr erbracht als geplant.

Die Kehrseite: Mit steigenden Steuereinnahmen sänken die allgemeinen Zuweisungen an Taucha, gab Schirmbeck zu bedenken. So sei schon im nächsten Jahr mit 800 000 Euro weniger zu rechnen als bislang. Zudem steige die Gewerbesteuerumlage, die Bund- und Land von Taucha erhalten. Der Stadtrat hatte erst vorige Woche dafür gut 150 000 Euro mehr abführen müssen, als im Etat geplant. Gestiegen war auch die Kreisumlage (die LVZ berichtete) auf nunmehr 3,4 Millionen Euro und damit mehr, als Taucha für seine eigenen Personalkosten ausgibt. Beide Umlagen zusammen betragen 3,8 Millionen Euro.

Die Stadt habe mit ihrem Grundsatzbeschluss zur Erweiterung der Mittelschule letztlich einen Prozess der Prüfung ihrer Haushaltsdaten durch die Kommunalaufsicht in Gang gesetzt. Eine positive Stellungnahme von dort werde es nur geben, wenn Taucha nachweisen könne, auch mit der Schul-Erweiterung bis 2015 leistungsfähig zu bleiben, erläuterte Schirmbeck. „Allein mit dem Ergebnis von 2011 können wir die geforderten Zahlen noch nicht abschließend darstellen“, gab er zu bedenken.

Die Mittelschule Taucha bangt derweil um ihren guten Ruf. Für einen ordentlichen dreizügigen Unterricht fehlen laut Schulleitung aktuell drei Klassenzimmer, etliche Gruppen- sowie Beratungsräume. Auch das Lehrerzimmer kann als solches kaum bezeichnet werden. Inzwischen haben selbst die Schülervertreter an die Stadträte appelliert, die Erweiterung vorzunehmen. Durch die räumliche Enge sei trotz aller Bemühungen der Unterricht schwierig, auch die Pausen seien nicht so entspannend.

Jörg ter Vehn

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