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1,4 Millionen Euro Plus gemacht

1,4 Millionen Euro Plus gemacht

Die Parthestadt steht finanziell besser da als noch vor einem halben Jahr gedacht. Grund sind vor allem deutlich höhere Steuereinnahmen. Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) warnt trotzdem vor zu viel Euphorie.

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Gut gewirtschaftet: Im Rathaus Taucha ist im Vorjahr ein Plus von rund 1,4 Millionen Euro gemacht worden. Grund sind vor allem höhere Steuereinnahmen als erwartet.

Quelle: Jörg ter Vehn

Taucha. Die Finanzen hätten insgesamt „eine positive Entwicklung“ genommen, so der Stadtchef. Das Jahr 2010, das in diesen Tagen finanziell abgeschlossen wird, habe alles in allem ein positives Ergebnis gebracht, „die Kassenlage ist besser als im Haushalt vorausgeschaut“, resümiert Schirmbeck.

So seien 677 000 Euro mehr Gewerbesteuern geflossen, als für das Jahr 2010 geplant. Auch der gemeindliche Anteil an der Einkommensteuer sei um 435 000 Euro höher ausgefallen, als bei der Erstellung des Etats absehbar war. Zusätzlich zu diesen Mehreinnahmen von rund 1,1 Millionen Euro habe beigetragen, dass im Vorjahr sparsam gewirtschaftet worden sei, so der Bürgermeister. Allein bei den Bewirtschaftungskosten seien 280 000 Euro gegenüber dem Plan eingespart worden. Daraus ergebe sich aber auch gleich die Gefahr, dass zu viele notwendige Investitionen zurückgestellt werden könnten, die dann in den Folgejahren umso teurer kämen. Alles in allem habe das Jahr 2010 aber ein Plus von 1,4 Millionen Euro gebracht, erklärt Schirmbeck.

Konsolidiert sei Taucha deswegen noch lange nicht, warnt er. Vor allem sei unklar, wie sich das jetzige Jahr entwickelt. „Bei den Gewerbesteuern haben wir zwar keinen konkreten Hinweis, wissen aber, dass es Risikofaktoren gibt“, sagt er.

Unter den Stadträten bestehe Konsens, dass trotz der positiven Entwicklung in 2010 erst abgewartet werden solle, bevor das Geld ausgegeben wird. „Einige strategische Entscheidungen stehen uns bevor“, erläutert er. Da sei zu klären, ob Geld in eine Sonderrücklage genommen werde, um die auf Kredit gekauften Einrichtungen wie Mehrzweckhalle und Grundschule Am Park besser abzahlen zu können. Weitere Kredite könnten getilgt, aber auch aufgeschobene Investitionen im Straßen- und Fußwegbau angeschoben werden. Konsens unter Stadträten ist ein Ausbau der Mittelschule. Bis September müsse der Stadtrat entscheiden, um Fördergelder für den Bau beantragen zu können, so Schirmbeck.

Verbessert wird die Situation noch durch die aufgehellte Lage bei den Kommunalen Wasserwerken Leipzig. Aus 2010 fließen in diesem Jahr wider Erwarten doch 150 000 Euro Konzessionsabgaben nach Taucha. Ob weitere 315 000 Euro Gewinnanteil ausgezahlt oder zurückgelegt werden, entscheide der zuständige Zweckverband am 23. Juni, so dessen Vorsitzender Schirmbeck. Der Vorschlag der Verwaltung laute auf Ausschüttung.

Jörg ter Vehn

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