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Taucha 10. Rocknacht Taucha: Renft, Roses, Rammstein
Region Taucha 10. Rocknacht Taucha: Renft, Roses, Rammstein
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18:13 10.07.2011
Legende, aber kein bisschen müde: Zum zehnjährigen Jubiläum der Rocknacht Taucha spielen Renft alte und neuere Stücke. Thomas „Monster“ Schoppe, einziger der 53 Jahre alten Urbesetzung, singt beseelt wie eh und je. Quelle: Jörg ter Vehn
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Und das so erfolgreich wie nie zuvor.

Aus Berlin, dem Erzgebirge, dem Raum Chemnitz und natürlich Leipzig waren die Gäste angereist – teilweise in Fanclubgröße. Helge war trotzdem etwas Besonderes: „Wilkommen Renft“ hielt er als Spruchband in die Höhe, ärgerte sich, dass ihm „irgend so ein Wessi“ den Druckfehler aufs Plakat pinselte, feierte trotzdem mit und hielt sein „Wilkommen“ jedem vor die Nase. „Bitteschön Pitti“, rief er in Richtung Gisbert „Pitti“ Piatkowski. Der Renft-Gitarrist schmunzelte ob des Fans – und griff in die Saiten. Und wie!

Taucha. Legenden leben: Mit Renft und der Musik von Rammstein feierte die Rocknacht Taucha am Wochenende ein kleines Jubiläum. Zum zehnten Mal ging das Musikerereignis über die Schlossbühne. Und das so erfolgreich wie nie zuvor. Aus Berlin, dem Erzgebirge, dem Raum Chemnitz und natürlich Leipzig waren die Gäste angereist – teilweise in Fanclubgröße.

Oft totgesagt, bewies Renft bei der Rocknacht umso mehr, dass Legenden sehr wohl Leben können. Zwar wünschte sich der eine oder andere Alt-Fan die Stimme von Peter „Cäsar“ Gläser zurück, aber der ist genauso tot wie der Rest der Urband – bis auf Thomas „Monster“ Schoppe“. Der macht mit seiner leicht souligen Stimme und seiner Präsenz aber alles wett. Und „Pitti“an der Gitarre, der „Basskran“ an den vier Saiten und Delle Kriese am Schlagwerk verstehen es, den alten Songs frische Farbe zu geben und ihnen neues Leben einzuhauchen. Oder eher einzurocken: Denn Renft 2011 spielen wie eine eingefleischte Hardrockband. „Als ich fortging“, „Apfeltraum“, „Wer die Rose ehrt“ – selbst das „Gänselieschen“ wurde astreine Rocknummer, bei der die Fans von den hundert Gänsen mitsingen können.

Da hatten es die Four Roses mit Lokalmatador Ingo Paul, der Jahr für Jahr das Festival für den Schlossverein Taucha organisiert, im Anschluss schon schwer. Die symphatischen Vier rockten trotzdem den Schlosshof, wussten etliche treue Fans hinter sich. Wie Kathrin Altmann aus Leipzig, die nach zehn Konzerten der Roses in 2011 Nummer elf wollte. Am Ende sagte sie: „Die Roses kamen zu kurz.“

Denn dann enterte der Rammstein Members Club (RMC) nach langer Umbaupause die Bühne. Schräge Kostüme, Knaller, Flammen aus dem Arm, Feuer auf der Bühne – die Tschechen hatten ihre Show gut bei Rammstein abgeguckt – und Sänger Martin Cerny hatte wirklich keine Probleme, das „R“ so abgrundtief rollen zu lassen wie Rammstein-Sänger Lindemann. Trotz Zeitverzuges war dennoch Punkt ein Uhr Schluss.

Mit knapp Tausend Zuschauern seien so viele wie noch nie gekommen, meinte Ingo Paul. Schlossvereins-Vorsitzender Jürgen Ullrich lobte hinterher Paul und Caterer Mike Kader: „Die Organisation wird von Jahr zu Jahr besser.“

Wohl auch drumherum. Einige der Gäste klagten über Knöllchen hinterher. „Wenn schon mal was los ist hier und nicht genügend Parkplätze vorhanden sind, sollten die Leute nicht einfach so abkassiert werden“, meinte etwa Michael Schleizer und bat um mehr Feingefühl zur Rocknacht.

Jörg ter Vehn

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