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Taucha 100 000. Besucher im Parthebad begrüßt
Region Taucha 100 000. Besucher im Parthebad begrüßt
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21:00 15.07.2010
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Taucha

Bürgermeister Holger Schirmbeck mahnte angesichts knapper Kassen, nicht an der Lebensqualität zu sparen.

Wer genau der 100 000. Gast war, ist ein bisschen kompliziert. „Klar ist, am Vorabend fehlten noch 67 Besucher zu der magischen Zahl“, erzählte Achim Teichmann, Chef der kommunalen Immobilienwirtschaft IBV, die auch das Bad betreibt. Also wurde am Morgen heruntergezählt, bis Katharina Freudenberg gegen 9.20 Uhr kam. „Ich habe aber den Kinderwagen vor mir hergeschoben“, juxte die Borsdorferin, die mit Söhnchen Aurelius zur Aquafitness kam. Der musste mit seinen sechs Monaten noch nicht zahlen, wäre aber Nummer 100 000 im Parthebad geworden.

Sozusagen stellvertretend für ihn nahm die Mutter Geschenkkorb mit Buch, CD und zwei Mal zehn Freikarten von Bürgermeister Holger Schirmbeck und Blumen vom Leitenden Schwimmmeister Ronald Hanns entgegen. „Ich habe gehört, dass sie oft hier sind und ja auch etwas zu den guten Zahlen beigetragen haben“, sagte Schirmbeck.

Nach kalten Wochen zum Saisonstart herrscht seit Mitte Juni im Bad Hochbetrieb. „Im Schnitt haben wir um die 700 Gäste pro Tag“, rechnete Hanns vor. Ende Juni wurde der 10 000. Saisongast gezählt, bis gestern lag das Bad schon bei 23 062. Damit wäre das Mindestziel des Jahres fast erreicht, erzählte Hanns, der am liebsten bis lange in einen warmen Herbst hinein Badegäste begrüßen würde. „Für uns liegen eigentlich die Sommerferien viel zu früh“, sagte er. Wenn am 9. August die Schule wieder beginne, würden auch die Vormittagsbesuche wieder einbrechen. „Ich denke, wenn wir wieder die Zahl wie im Vorjahr erreichen, liegen wir gut“, sagte Teichmann. Gut 32 000 waren es da, deutlich mehr als der Durchschnitt der Leipziger Freibäder.

„Uns hat der Gutachter zur Konsolidierung unseres Haushaltes 2002 geraten, das Bad abzureißen“, erinnerte Schirmbeck. Er sei froh, dass der Stadtrat zum Bad stand, später den Neubau beauftragte. Das Bad sei ein Stück Lebensqualität für Taucha. „Aber es sind oft solche Leistungen, die in Zeiten knapper Kassen als erste gestrichen werden, weil sie freiwillig erfolgen“, mahnte Schirmbeck. Den Kommunen müsse aber dafür Geld gelassen werden, sonst bedeute dies einen erheblichen Einbruch an Lebensqualität für die Bewohner.

Hintergrund: Taucha steht die nächste Haushaltskonsolidierung bevor, bei der Gutachter die Ausgaben überprüfen. Das Parthebad habe in den vergangenen Jahren immer rund 50 000 Euro erhalten, so Schirmbeck. Bis 85 000 Euro Zuschuss seien laut Betreibervertrag möglich, „aber das Bad hat immer gut gewirtschaftet.“

Jörg ter Vehn

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