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Taucha 100 Jahre Aussichtsturm - oben hui, unten pfui
Region Taucha 100 Jahre Aussichtsturm - oben hui, unten pfui
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17:01 19.05.2015
Idyllisch im Tauchaer Stadtpark auf dem Weinberg gelegen, lockt der Aussichtsturm ab Juni an den Wochenenden zu einem Blick über die Region. Quelle: Olaf Barth

Vom 1. Juni bis zum 8. September lädt die Stadt Taucha nun zu "100 Tagen kostenloser Eintritt" ein. Außerdem soll es im Gebäude eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Turms geben. Ab dem 101. Tag wird pro Besteigung wieder ein Euro fällig. Falls es nicht gerade stürmt und regnet, können Besucher bis Ende Oktober jeden Sonnabend und Sonntag in der Zeit von 14 bis 17 Uhr die 99 Stufen steigen.

Aus dem Dach bietet sich ein reizvoller Rundblick über Stadt und die Parthenaue bis hinüber nach Leipzig. Dass der Turm weit über die Grenzen Tauchas hinaus bekannt ist, dafür haben nicht zuletzt die Tauchaer Parforcehornbläser mit ihren traditionellen Silvester-Konzerten gesorgt.

"Da der Aussichtsturm bereits mehrfach dem Verfall preisgegeben war, wurden in den vergangenen Jahren umfassende Sanierungsarbeiten an dem kulturhistorischen Objekt durchgeführt", informierte die Stadtverwaltung. Die LVZ hatte vor einigen Jahren berichtet, dass es wegen der inzwischen hoch gewachsenen Bäume von der 16 Meter hohen Plattform keine Aussicht mehr und deshalb kritische Stimmen über den Zweck des Turms gab. Im Jahr 2010 erfolgte die Sanierung des Daches sowie der Einbau zweier neuer französischer Dachliegefenster. Diese lassen sich auch nach außen zu einer Art Balkon aufklappen. 52000 Euro hatten die Arbeiten insgesamt gekostet. Die Fenster waren vom Grünen Ring mit 4000 Euro bezuschusst worden, "weil sie die Funktion des Aussichtsturms wieder herstellen helfen", hieß es. Denn seitdem ist auch wieder der Blick über die Wipfel hinweg zum Völkerschlachtdenkmal, zum St.-Moritz-Kirchturm oder zur Panitzscher Kirche möglich.

So schmuck der Turm sich oben präsentiert, so begrenzt ist seine einladende Wirkung im Eingangsbereich. Stark bröckelnder Putz an der gemauerten Einfassung sowie Graffiti-Schmierereien schmälern den Vorzeigewert dieser Tauchaer Sehenswürdigkeit. Hinzu kommt, dass Unbelehrbare bei ihren abendlichen Besuchen am idyllischen Ort viel Müll hinterlassen. Entsprechende Anfragen im Rathaus, ob sich hier bis zum 1. Juni noch etwas baulich und bezüglich der Sauberkeit tun soll, befinden sich in Bearbeitung und konnten gestern kurzfristig bis Redaktionsschluss nicht beantwortet werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.05.2013

Olaf Barth

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