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100 Tauchaer tafeln ganz in Weiß beim „Dîner en blanc“ am Schöpptenteich

2. Auflage des Festes 100 Tauchaer tafeln ganz in Weiß beim „Dîner en blanc“ am Schöpptenteich

Zu den weißen Kleeblüten im Gras vor dem Tauchaer Schöppenteich gesellten sich unlängst noch mehr weiße Farbtupfer: Rund einhundert Gäste waren, traditionell weiß gekleidet, am Sonntag zum zweiten „Dîner en blanc“ in die Parthestadt gekommen.

Sie hatten schon beim ersten „Dîner en blanc“ ihren Spaß: Die Mitglieder des Freundeskreises Chadrac-Espaly. Diesmal aber feierten sie dieses Picknick am Teich mit mehr als 100 weiteren Gleichgesinnten

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Zu den weißen Kleeblüten im Gras vor dem Tauchaer Schöppenteich gesellten sich am Sonntagnachmittag noch mehr weiße Farbtupfer: Rund einhundert Gäste waren, traditionell weiß gekleidet, zum zweiten „Dîner en blanc“ in die Parthestadt gekommen.

Die Idee der „Weißen Tafel“, bei der sich Freunde und Bekannte an besonderen Plätzen treffen, um gemeinsam zu essen und zu plaudern, entstand Ende des vorigen Jahrhunderts in Paris und verbreitete sich immer mehr auch in Deutschland. Der Ideengeber für das „Tauchaer Picknick mit Musik am Schöppenteich“, Hartmut Nevoigt, freute sich über den Zuspruch. „Es soll so ungezwungen bleiben. Die Besucher sollen sich einfach wohlfühlen und wiederkommen“, so der Organisator, der sich dazu den Heimatverein als Träger ins Boot geholt hatte. „Wir werden diese Idee weiter unterstützen, wenn sich die Tauchaer mit ihren Gästen an einem der schönsten Flecken unserer Stadt treffen“, versicherte Bürgermeister Tobias Meier.

Nachdem im vergangenen Jahr noch etliche Zuschauer zögernd am Wiesenrand standen, kamen diesmal mehr Besucher mit Campingtischen und kleinen Hockern oder leichten Stühlen ausgestattet, auf die Wiese vor dem Teich. Schnell wurden Kaffee und Kuchen oder kleine Snacks aufgetischt, hier und da gab es auch ein Gläschen Wein oder Sekt. Familien, aber auch Mitglieder von Tauchaer Vereinen, wie vom Heimat- und vom Schloßverein oder dem Freundeskreis Chadrac-Espaly, saßen zusammen. Am Seeufer hatte der Leipziger Pianist Mathias Marschner sein Instrument aufgebaut und unterhielt passend dazu, in angenehmer Lautstärke im Hintergrund spielend, die gut gelaunten Gäste. Auch Whisky-Mann Nico Kermes hatte sich mit seiner kleinen Bar dem Thema angepasst. „Ich habe nur weiße Sorten im Angebot“, sagte er schmunzelnd. Mit einem „Irish-Cream“ kam er dem wohl am Nächsten.

Während auf den meisten Tischen die saisonale Erdbeertorte und andere diverse Kaffeetafel-Spezialitäten standen, hatten Brigitte und Hans Bolt aus Mockau den Dinner-Begriff wörtlich genommen: Sie hatten im Fahrradkorb ein regelrechtes Menü mit Shrimps als Vorspeise, Putenschnitzel und einem bunten Gemüsesalat an den Schöppenteich transportiert. Vom „Dinner in Weiß“ hatten sie in der LVZ gelesen und sich spontan entschlossen: „Das wär doch mal was, das ist ja fast vor unserer Haustür“. Im nächsten Jahr wollen sie gemeinsam mit ihren Freunden wiederkommen. Darauf stieß das Paar mit einem Gläschen Sekt an und ließ es sich schmecken.

„Wir kommen wieder“, war derweil überall zu hören. „Das ist eine Superidee, die ruft nach Wiederholung im nächsten Jahr“, war sich auch eine kleine Gruppe, die sich „Tauchaer Wandervögel“ nennt, einig. Anfang Juli wäre ein guter Zeitpunkt dafür, stimmten Bürgermeister und Organisator überein.

Von Reinhard Rädler

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