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1165 Akteure vor und hinter den Kulissen beim Tauchschen

1165 Akteure vor und hinter den Kulissen beim Tauchschen

Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen für den Tauchschen 2010, eines der größten und bedeutendsten Volksfeste der Region. Die Veranstalter haben ein buntes Programm mit vielem Bewährten und vielen Bekannten geschnürt, als Neuerung aber auch gleich zur Eröffnung einen Abend mit Tauchaer Originalen eingefügt.

Taucha. Gestern Nachmittag versammelten sich alle Hauptakteure am Ratstisch, um mit Bürgermeister Holger Schirmbeck das Programm und die Neuerungen vorzustellen. Gekommen waren:

• Gerhard Fischer vom Leichtathletik-Club Taucha, der den Tauchschen Stadtlauf am Freitag ab 18 Uhr mit rund 500 Läufern organisiert;

• Hans-Jürgen Rüstau vom Kunst- und Kulturverein Taucha (KuKuTa), der die Neuheit „Original Taucha – Tauchaer Originale“ mit Musikern von Harry „Swing“ Künzel über Drehorgel-Armin bis zu den Rappern der Ostfront-Crew Taucha durchführt;

• Steffen Pilz und René Werner vom Heimatverein, die verantwortlich zeichnen für den bislang größten Festumzug zum Tauchschen am Sonntag ab 14 Uhr mit 89 Bildern sowie 500 Litern Freibier und die zusammen mit dem Kukuta und vielen Händlern am Sonnabend die Leipziger Straße in eine Kinder- und Spielstraße mit 33 Aktionen und 150 Beteiligten verwandeln;

• Detlef Porzig von der TSG Taucha, die das traditionelle Nachtvolleyballturnier mit diesmal mit acht Männer- und sechs Frauenmannschaften am Freitagabend durchführen.

• Elke Müller vom Hauptamt, bei der im Rathaus die Fäden für die Organisation zusammenlaufen;

• Bernd Hochmuth, dessen Veranstaltungsfirma das dritte Jahr in Folge in Abstimmung mit der Stadt und den Vereinen das Stadtfest konzipiert und organisiert – und der nach einer süffisanten Bemerkung Porzigs in einer Pressetext noch immer nicht den Tauchschen richtig schreiben kann. „Der Name wird ganz normal dekliniert“, dozierte der Heimatforscher.

• Holger Schirmbeck, der als Bürgermeister dem „bedeutendsten Fest für Taucha“ einen friedlichen und ungestörten Verlauf wünschte. Der Tauchsche sei eben mehr als eine Agenturveranstaltung, sagte der Bürgermeister und lobte das Engagement der Vereine: „Das erst gibt dem Ganzen den Charakter eines Volksfestes.“

Es sei „erfrischend und belebend“ zu sehen gewesen, wie sich die Tauchaer Vereine ins Programm einbringen und auch teilnehmen wollten, sagte Hochmuth. So fanden die Tauchaer Musikanten wieder auf ihren Stammplatz, den Sonntags-Frühschoppen auf dem Markt, zurück. Nach Hochmuths Berechnung arbeiten alles in allem 1165 Akteure auf und hinter den Bühnen, vor und hinter den Kulissen am Fest mit.

Bekannte Stars wird es reichlich auf den Bühnen am Markt und auf der Festwiese geben: Die Goombay Dance Band spielt Samstag ab 19.30 Uhr bestimmt auch ihren Hit „Sun of Jamaica“, anschließend rocken Hans-Jürgen Beyer und die Butlers gemeinsam. Nicole Freytag, Sternchen am Schlagerhimmel, singt Sonntag ab 17.30 Uhr, gefolgt von den Rockhounds mit Country und Southern Rock sowie der Rockabilly-Show von Tom Twist, die schon im Vorjahr das Publikum mitrissen. Petr Altman unterhält mit Böhmischen Spezialitäten, das Duo Taked Naked bringt charmante Hits, die Bluesband Herlico unterhält im Café esprit, King Kreole bespaßen mit Rockabilly den Markt, Gaby und Peter bieten Volkstümliches, „ÄTännschen“ rockt „off säggs‘sch“, und die Four Roses bieten ihre gewohnte Rockshow mit allerlei Hits. Ein buntes Rahmenprogramm von Höhenfeuerwerk, über Lampionumzug, Scharmützel mit Traditionsgruppen und das rollende Märchenmobil bis zum Rummel mit Ostdeutschlands angeblich größten Riesenrad mit 35 Metern runden das Volksfest ab.

Heimlicher Höhepunkt ist gleich der Beginn mit den Tauchaer Originalen. „Eine Art Kessel Buntes aus Taucha“, so Hochmuth. Das sei schon im Vorjahr geplant gewesen, habe aber erst jetzt mit Hilfe des KuKuTa organisiert werden können. Das etwa zweistündige Programm ab 19 Uhr auf der Festwiese zeige nicht alle Tauchaer Künstler, so Rüstau. Für künftige Feste gebe es noch Potenzial. Aber alle träten ohne Gage auf, gäben Taucha zurück, was Taucha ihnen gegeben habe.

Jörg ter Vehn

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